Lufthansa will den Flugbetrieb der in München beheimateten Tochter vollständig einstellen. Dazu gehört neben den Canadair CRJ auch der Betrieb einiger weniger Airbus-Jets A319. Die Flugzeuge stünden kurz vor dem Ende ihrer technischen Einsatzfähigkeit und hätten vergleichsweise hohe Betriebskosten, teilt Lufthansa mit. Damit könnten weitere Verluste der defizitären Fluggesellschaft reduziert werden.
Flughäfen bestätigen Probleme
Auch die niederländische KLM hat auf die hohen Treibstoffpreise reagiert und 160 Flüge aus dem Programm genommen. Der deutsche Flughafenverband ADV bestätigte Probleme bei der Kerosinversorgung. Sie stehe auch in Europa unter zunehmendem Druck, sagte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Das zentrale Risiko liege weniger in der Rohölverfügbarkeit als in der begrenzten Raffinerie- und Produktstruktur. Rund 50 Prozent der EU-Kerosinimporte stammten aus der Golfregion. Der ADV fordert, ein belastbares staatliches Monitoring von Beständen und Verbrauch zu etablieren.