Die Spitzenverbände der bayerischen Krankenhausträger machen gegen die Pläne der Bundesregierung zur Beitragsstabilisierung bei den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) mobil. Der Gesetzentwurf enthalte eine pauschale Sparliste für die Kliniken, die einen tragfähigen Betrieb der Häuser nicht mehr möglich mache, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der zehn Verbände. Die Pläne gefährdeten nicht nur die Bemühungen um eine ausgewogene Umsetzung der anstehenden Krankenhausreform, sondern erhöhten den Druck auf die Träger, defizitäre Abteilungen in ihren Häusern zu schließen oder Standorte ganz in Frage zu stellen, sagte der Geschäftsführer der bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), Roland Engehausen, bei einem Pressegespräch in München. In der Regelversorgung würde dies nach seiner Einschätzung vor allem den ländlichen Raum treffen. Flächendeckende Versorgungsstrukturen würden damit „sehenden Auges vor die Wand gefahren“.