Hof - „Ich kann heute gar nicht glauben, wie blöd ich damals war“: Mit diesen Worten bringt Frank V. sein unternehmerisches Versagen auf einen kurzen Nenner. Damals, das war im Dezember 2013, als Frank V. gemeinsam mit seinem Bekannten Lars M. Vorstand einer Aktiengesellschaft mit dem Namen „Likedeeler“ wurde. Die Firma steht heute für den Verlust von über fünf Millionen Euro Anlegergeldern und genau deswegen stehen Frank V. und Lars M. nun vor der dritten Strafkammer des Landgerichts Hof. Dabei hatte alles so viel besser werden sollen: Anders als bei Firmen, für die die beiden Anlageberater arbeiteten, sollte bei „Likedeeler“ niemand über den Tisch gezogen werden, sagen die Angeklagten. Zwischen Anlegern, Vermittlern und Investmentfirma sollte stets absolute Transparenz herrschen.
Hofer Likedeeler-Prozess Auch der eigene Vater ist unter den Gelackmeierten
Joachim Dankbar 07.12.2021 - 16:51 Uhr