Beyond Good and Evil Was taugt die 20th-Anniversary-Edition?

Lukas Jenkner
„Beyond Good and Evil“ ist jetzt für moderne Konsolen erschienen. Foto: Ubisoft/Ubisoft Enterttainment

Das Action-Adventure „Beyond Good and Evil“ ist 20 Jahre alt und hat eine Anniversary-Edition bekommen. Lohnt der Kauf der aufpolierten Version?

 
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„Beyond Good and Evil“? War da was? Während sich manche Videospiele zu millionenschweren Franchises entwickelt und andere digitale Geschichte geschrieben haben, gilt für das Action-Adventure aus dem Hause Ubisoft beides nicht so richtig. Als es vor gut 20 Jahren erschien, war es beileibe kein Verkaufsschlager, mauserte sich aber über die Jahre zum Publikumsliebling und Geheimtipp.

Zu einer Fortsetzung hat es aber leider nie gereicht, sie ist zwar seit langem angekündigt, bisher aber nicht umgesetzt worden. Stattdessen hat Ubisoft nun zum runden Erscheinungstermin vor 20 Jahren eine aufpolierte Version des Originals auf dem Markt gebracht. Was taugt das Remaster?

Auf den ersten Blick nach dem Start wird klar: Hier geht es um kein Reboot oder Remake des Spiels. Ubisoft hat „Beyond Good and Evil“ optisch ein zartes Facelift geschenkt, die Auflösung angepasst und dezente Beleuchtungseffekte gesetzt. Das lässt die Grafik im Vergleich zu modernen Action Adventures einerseits altbacken aussehen, andererseits fällt dies durch den comicartigen Grafikstil nicht besonders ins Gewicht.

Die Grafik ist liebenswert, reißt aber auch in der aufpolierten Version keine Bäume aus. Foto: Ubiosoft

Spielerisch geht die Anniversary-Edition keine neuen Wege. Die Steuerung ist modernisiert und an aktuelle Controller angepasst, aufgrund des Alters von „Beyond Good and Evil“ aber auch nicht sonderlich komplex. Der bisweilen anstrengenden Kameraführung merkt man das Alter ebenfalls an.

Auf der aufpolierten Technik setzt das Spiel die Story auf, die altgediente Fans bereits kennen: Die Reporterin Jade lebt auf dem Planeten Hillys, einer hübschen Comicwelt, die vom Bergbau lebt und eines Tages von den mysteriösen DomZ heimgesucht wird. Gemeinsam mit ihrem Onkel Pey’j, einem sprechenden Schwein, versucht sie die Hintergründe einer Verschwörung aufzudecken, die sich um die Militärorganisation „Alpha-Abteilung“ rankt.

Auch im eigentlich knuddeligen „Beyond Good and Evil“ wird durchaus scharf geschossen. Foto: Ubosift

Die Geschichte rund um Jade und ihre skurrilen Freunde in einer ebenso schrägen Welt ist unterm Strich überraschend gut und unterhaltsam inszeniert. Wer „Beyond Good and Evil“ bisher nicht kannte, darf ein hübsches und stressfreies Action Adventure erwarten, bei dem es nicht allenthalben Warnungen auszusprechen gilt wegen optischer Reizüberflutung. Und langjährige Fans haben nun eine schöne Gelegenheit, alte Erinnerungen aufleben zu lassen – zu dem günstigen Preis allemal.

„Beyond Good and Evil“ ist auf allen gängigen Konsolen erschienen und kostet 20 Euro.

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