Lula will Wurst vom Straßenimbiss
Die Teilnahme des Bundeskanzlers an der Konferenz mitten im Amazonasgebiet blieb in Brasilien aber aus einem anderen Grund in Erinnerung. Nach seiner Rückkehr hatte Merz sich auf eine Weise über die arme Stadt Belém geäußert, die viele Brasilianer als beleidigend und abschätzig empfanden. Die deutsche Delegation sei froh gewesen, "von diesem Ort, an dem wir da waren, in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder nach Deutschland zurückgekehrt" zu sein, hatte er gesagt. Auch Lula hatte ihn zunächst dafür kritisiert, sich dann aber beim G20-Gipfel in Johannesburg wieder mit ihm versöhnt.
Für seinen Besuch in Hannover hat Lula nun bei Merz einen besonderen Wunsch angemeldet. "Ich habe ihm gesagt, wenn ich nach Deutschland reise, esse ich gerne Wurst vom Straßenimbiss", sagte Lula dem "Spiegel". "Das letzte Mal, als ich im Büro von Angela Merkel war, habe ich eine Wurst gegessen, die ich an einem Stand gekauft hatte. Wenn ich im Ausland bin, versuche ich die örtlichen Speisen zu probieren."
Am Sonntagabend stand statt Straßenimbiss allerdings zunächst einmal ein Dinner mit Wirtschaftsvertretern im Schloss Herrenhausen auf dem Programm.