BFV-Besuch beim NLZ Coburg Vorbild bei Talentförderung

Stippvisite beim Nachwuchsleistungszentrum in Coburg: (Von links) Felix Brych, Tim Niechziol, Rainer Koch, Wolfgang Gremmelmaier, Hartmut Guhling, Markus Fischer, Michael Urbansky, Thomas Unger und Klaus Schmalz. Foto: BFV/Fabian Frühwirth

BFV-Präsident Rainer Koch macht sich vor Ort ein Bild von der Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum beim FC. Die Gastgeber stellen Verbesserungen der Infrastruktur in Aussicht.

Coburg - Einen prominenten Gast durfte am Montagabend der FC Coburg bei sich begrüßen: BFV-Präsident Rainer Koch hat gemeinsam mit dem oberfränkischen Bezirksvorsitzenden Thomas Unger sowie Bezirksjugendleiter Klaus Schmalz das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) bei den „Vestekickern“ besucht und sich mit den Verantwortlichen vor Ort ausgetauscht. Das NLZ in der Vestetstadt wurde bereits 2011 installiert und ist eines von insgesamt 18 BFV-Talentzentren im Freistaat.

Ganze Region soll profitieren

„Es muss letztlich ein Gewinn für jeden einzelnen Spieler sein, hier bei uns im NLZ ausgebildet und gefördert zu werden“, sagt Tim Niechziol, der seit Sommer das Coburger NLZ leitet: „Letztlich geht es darum, dass die ganze Region von unserer Arbeit profitiert. Das ist nicht immer leicht zu vermitteln, das Verständnis aber ist weiter gewachsen und das Verhältnis zu den Klubs aus der Region ein sehr gutes. Dabei haben wir wechselseitig die Interessen der Spieler, aber auch der abgebenden Vereine im Blick. Zum einen kommen diese Spieler gut ausgebildet wieder zu ihren Vereinen zurück, auf der anderen Seite geht es für uns auch darum, Eltern und Spielern aufzuzeigen, was es bedeutet, wenn der nächste Schritt in eine Bundesliga-Akademie möglich ist und ein Profiklub anklopft.“ Der FC Coburg kooperiert beispielsweise mit der SpVgg Greuther Fürth, das Kleeblatt ist offizieller Partnerverein der Oberfranken.

Für BFV-Präsident Rainer Koch ist „Coburg ein sehr gutes Beispiel dieser Art der besonderen Talentförderung, wie wir sie in Bayern konsequent umsetzen. Wenn wir kein Talent auslassen wollen, braucht es unsere engmaschigen BFV-Nachwuchsleistungszentren in der Fläche, wo Profifußball und die dazugehörigen Akademien der Bundesligisten eben gerade nicht vor der Haustüre daheim sind“.

Perfektes Bindeglied

Die BFV-Nachwuchsleistungszentren seien das perfekte Bindeglied zwischen der Basisförderung in den Talentstützpunkten und den Nachwuchsleistungszentren der bayerischen Lizenzvereine und damit ein in Deutschland einmaliges System. So sei es möglich, dass die Nachwuchstalente sogar bis einschließlich der Altersklasse U17 in der Region auf toppprofessionellem Niveau gefördert werden. Auf diese Weise könnten sie im gewohnten sozialen Umfeld bleiben, sich dort fußballerisch und persönlich entwickeln und müssten nicht schon frühzeitig den Sprung in ein Nachwuchsleistungszentrum eines Lizenzvereins wagen.

Aktuell acht Teams

Dass es in Coburg, wo im BFV-NLZ aktuell acht Teams mit rund 160 Nachwuchskickern für den FC am Spielbetrieb teilnehmen, auch alsbald die dringend benötigten infrastrukturellen Verbesserungen geben wird, bestätigten indes Wolfgang Gremmelmaier (1. Vorsitzender), Hartmut Guhling (Beirats-Vorsitzender) sowie Markus Fischer (2. Vorsitzender, alle FC Coburg): Im kommenden Jahr könnte ihrer Darstellung nach das lang ersehnte Funktionsgebäude mit Umkleiden, Besprechungsräumen und Materiallager Realität werden, der Coburger Bausenat habe die Konzeption bereits positiv beschieden, damit sei die erste Hürde genommen.

Umsetzung wichtig

„Das ist ein Thema, das uns seit Jahren beschäftigt. Umso wichtiger ist es, dass es nun auch zur Umsetzung kommt, die Rahmenbedingungen müssen passen und angemessen sein“, betonten Felix Brych (BFV-Abteilungsleiter Talentförderung) und der für Nordbayern zuständige Koordinator Michael Urbansky. ff

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