BFV-Verbandspokal-Qualifikation Friesen nicht mit Fortuna im Bunde

Sandra Graf

Die Frankenwälder ziehen in der Qualifikation zum Verbandspokal im Duell zweier Landesligisten gegen Schwebenried/Schwemmelsbach den Kürzeren. Latte und Pfosten verhindern einen Erfolg des Reichel-Teams.

Obwohl der SV Friesen am Samstag im Frankenwaldstadion in der Qualifikation zum Verbandspokal 2022/23 des Bayerischen Fußballverbandes (BFV) gescheitert ist, darf man dem Team von Trainer Peter Reichel eine gutes Zeugnis ausstellen. Im Duell gegen den Landesliga-Mitkonkurrenten DJK Schwebenried/Schwemmelsbach zeigten die Hausherren trotz der 1:3-Niederlage vor allem in der zweiten Spielhälfte eine ansprechende und engagierte Leistung, die für den Saisonauftakt am kommenden Wochenende in Lengfeld hoffnungsfroh stimmen lässt. Durch zwei „Sonntagsschüsse“ der Gäste in der ersten Halbzeit in Rückstand geraten, bäumten sich die Grün-Weißen nach dem Seitenwechsel auf und trafen vier Mal Latte oder Pfosten, doch am Ende fehlte eben das nötige Quäntchen Glück.

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SV Friesen – DJK Schwebenried-Schwemmelsbach 1:3 (0:2). Die Partie begann erwartungsgemäß verhalten, mit vielen Aktionen im Mittelfeld, doch ohne echte Torchancen auf beiden Seiten. Die erste erwähnenswerte Aktion verbuchten die Gäste aus dem Schweinfurter Land nach rund 20 Minuten. Eine Flanke von links in den Strafraum konnte die SV-Abwehr per Kopf zwar klären, doch landete der Ball beim völlig frei im Strafraum zum Abschluss kommenden Yannick Deibl, der das Leder meterweit über das Friesener Tor drosch. Danach verflachte das Spiel wieder etwas, ehe Marcel Kühlinger aus gut 25 Metern genau in den rechten Winkel traf und Schlussmann Tobias Bauerschmidt im Tor des SVF keine Chance ließ (30.).

Bachinger köpft übers Tor

Wenige Minuten vor der Halbzeit hätte Louis Bachinger für die Hausherren nach Flanke von Nikolai Altwasser für den Ausgleich sorgen können, doch sein Kopfball vom Fünfmeter-Raum ging weit über das Tor. Wie aus dem Nichts fiel nur eine Minute später gar das 0:2. Wieder kamen die Gäste 20 Meter vor dem Friesener Tor frei zum Abschluss. Der Schuss von Yannick Deibl wurde von einem Friesener Abwehrspieler unglücklich und unhaltbar ins eigene Tor abgefälscht (43.).

Anschlusstreffer von Pflaum

Nach dem Seitenwechsel zeigten die Hausherren, dass sie das Spiel noch keineswegs abgeschrieben hatten. Ein schöner Schuss des agilen Lukas Pflaum aus 25 Metern strich nur knapp über die Querlatte. Nur einige Minute später erzwangen die „Flößer“ regelrecht den Ausgleich: Einen von Nikolai Altwasser getretenen Eckstoß brachte die DJK nicht aus der Gefahrenzone, die Friesener Angreifer trafen zwei Mal den Pfosten, ehe Lukas Pflaum den Ball zum 1:2-Anschluss über die Torlinie drückte (62.). Der SVF drängte nun auf den Ausgleich und schnürte die Gäste in deren Spielhälfte ein. Ein strammer Schuss von Alexander Kunz von der Strafraumgrenze verfehlte das DJK-Tor nur knapp. Wenig später jagte Lukas Pflaum den Ball aus gut 20 Metern an die Querlatte, ehe der mit aufgerückte Maximilian Graf aus etwa gleicher Distanz den Ball an den Pfosten hämmerte.

Kunz verzieht nur knapp

Danach bot sich abermals Alexander Kunz eine Großchance, doch er verzog, nach schöner Vorarbeit von Thomas Gerold, allein vor dem Tor knapp. Vier Minuten vor Spielende machten es die Gäste besser: Julian Hart bediente über rechts kommend den im Zentrum lauernden Christopher Lehmann, der zum 1:3-Endstand vollendete. Unmittelbar vor Abpfiff der Partie sah der Friesener Alexander Kunz für ein überhartes Foulspiel die rote Karte.

SV Friesen: Tobias Bauerschmidt – Andreas Baier, Louis Bachinger, Lukas Pflaum, Nico Do Adro (85. Florian Baier), Nikolai Altwasser (80. Felix Müller), Thomas Gerold, Alexander Kunz, Nils Firnschild, Lukas Riedel, Maximilian Graf.

DJK Schwebenried/Schwemmelsbach: Leo Brand – Felix Zöller, Marcel Kühlinger, Yannick Deibl (46. Jonas Wehner), Marcel Behr, Tino Kummer, Simon Weißenberger, Marc Müller, Pascal Stürmer, Kevin Markert (46. Christopher Lehmann), Fabian Lichtlein.

Zuschauer: 100. – Rote Karte: Alexander Kunz (SV Friesen, überhartes Foulspiel, 89.).