Bilanz der Probebewohner Läuft auf dem Land

  Foto: Diana Bauer

Das Projekt „Landleben auf Probe“ macht aus acht Großstädtern Probebewohner. Sechs Wochen lang leben und arbeiten sie im Oberen Rodachtal – und sammeln persönliche Erfahrungen. Einige von ihnen kommen bald wieder.

 
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Oberfranken als Alternative zur Großstadt: Acht Menschen aus München, Berlin und anderen Städten erkundeten sechs Wochen lang das Leben und Arbeiten in Oberfranken, um neue Perspektiven für die Zukunft zu gewinnen. Dieses Erfolgsprojekt war nicht nur für die teilnehmenden Kommunen im Oberen Rodachtal (ORT) eine Bereicherung, sondern verdeutlicht auch die Attraktivität der Region. Umgesetzt wurde das Projekt von Oberfranken Offensiv durch das Demografie-Kompetenzzentrum (DemKo), das durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen und für Heimat gefördert wird.

Das Projekt „WORK. LAND. LIFE – Landleben auf Probe in Oberfranken“ von Oberfranken Offensiv endet an diesem Wochenende. Die acht Probebewohner werden das Obere Rodachtal verlassen – vorerst zumindest, denn ein Teil von ihnen wird schon bald wieder zurückkehren. Die zweite Ausgabe dieses wegweisenden Projekts war erneut ein voller Erfolg, sowohl für die Teilnehmer als auch für Oberfranken und insbesondere die Kommunen Steinwiesen, Wallenfels und Nordhalben. Seit dem Start im Mai hatten die Mitwirkenden die Möglichkeit, sechs Wochen lang im Frankenwald zu leben, zu arbeiten und ihren Blick von außen einzubringen.

Der Vorsitzende von Oberfranken Offensiv, Bezirkstagspräsident Henry Schramm, zeigt sich begeistert über den Zusammenhalt der Gruppe und den Imagegewinn für die Region: „Die Fortsetzung von WORK. LAND. LIFE hat erneut bestätigt, dass Oberfranken eine attraktive Region ist, die eine hohe Lebensqualität bietet. Die Teilnehmer konnten nicht nur ihre Expertise einbringen, sondern haben sich auch wohlgefühlt und dabei wertvolle Verbindungen und Freundschaften geknüpft. Unser Leuchtturmprojekt erntet bundesweit positive Berichterstattung, worauf wir mit Stolz blicken können. Der Erfolg des Projekts motiviert uns dazu, weiterhin innovative Ansätze zu entwickeln, um das ländliche Leben in unserer Region zu fördern und zu verbessern.“

Schwerpunkt des Aufenthaltes der acht Großstädter war das Thema Tourismus, den sie objektiv und konstruktiv-kritisch unter die Lupe nehmen durften. Neben ihrer regulären Arbeit erkundeten sie die touristischen Angebote der Region. Die Protagonisten fuhren Floß, brauten Bier, erlebten die traditionelle Küche und wurden in die ländliche Gemeinschaft bestmöglich integriert. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentierten sie den Veranstaltern ihre Analyse, erstellten Konzepte und gaben wertvolle Tipps und Anregungen. Aus diesem Grund werden einige der Bewohner schon in den kommenden Wochen für weitere Gespräche mit Kommunalverantwortlichen, Unternehmern und potenziellen Investoren in den Frankenwald zurückkehren. Darüber hinaus wird das Obere Rodachtal für sie als Anlaufstelle für Coworking und Netzwerkarbeit auch künftig fester Bestandteil bleiben. Viele schätzten auch die unmittelbare Nähe zur Natur und planen erneut eine Auszeit vom Großstadtleben im Frankenwald.

Regierungspräsident Florian Luderschmid, Co-Vorsitzender von Oberfranken Offensiv, gibt einen Ausblick, wie es nun weitergeht. „Dieses Projekt begeistert in jeglicher Hinsicht. Es ermöglichte persönliche Perspektivwechsel für die Teilnehmer, schenkte der Region bundesweit Anerkennung und bringt den Kommunen neue Impulse für ihr touristisches Angebot. Nach der Probewohnphase ist eine intensive Auswertung durch das Demografie-Kompetenzzentrum vorgesehen, die transparent und nachvollziehbar von Oberfranken Offensiv publiziert wird. Damit sollen andere Kommunen in Oberfranken motiviert werden, in ähnlicher Form die Lebensqualität, aber auch die digitalen Möglichkeiten auf dem Land zu unterstreichen.“ Für die Probebewohner heißt es nun aber vorerst Abschied nehmen von Oberfranken.

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