Das Frühlingsfest, das zwischen dem 19. und 28. April auf dem Coburger Ketschenanger gefeiert wurde, hat den Feste-Sommer der Stadt eingeläutet. Doch gerade der Auftakt war alles anders als frühlingshaft. Dauerregen und Temperaturen teilweise im einstelligen Bereich verhagelten so manchem Besucher die Freude. Von einer verhagelten Bilanz könnten die Schausteller aber nicht sprechen, sagt Ralf Pazdera, Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbands Sektion Coburg. „Trotz des schlechten Wetters sind wir recht zufrieden“, bekennt er auf Anfrage der Redaktion. Viele Besucher seien mehrfach auf dem Platz gewesen. Und auch das beheizte Festzelt hätte dazu beigetragen, dass die Gäste sich vom Wetter nicht haben abschrecken lassen. „Die Menschen lieben einfach das Frühlingsfest“, so Ralf Pazderas Eindruck. Die Preissteigerungen in allen Branchen seien allerdings auch an den Volksfesten nicht vorbeigegangen. „Wir versuchen, durch Mischkalkulationen nicht alle Erhöhungen weitergeben zu müssen“, erklärt er. Öl zum Frittieren sei nach wie vor nur zu horrenden Preisen erhältlich. Auch Burger seien im Einkaufspreis erheblich teurer geworden. Um damit Geld zu verdienen, müssten sie im Schnitt für um die 15 Euro verkauft werden. „Doch wer soll sich das dann leisten können?“, fragt Pazdera. Dass das Geld bei vielen nicht mehr locker sitzt, sei auch beim Frühlingsfest deutlich geworden. „Und dann kam auch noch dazu, dass wir Monatsende hatten“, so der Schausteller.