Eindrücke vom Marktfest Der Kongress-Kehraus

Der Coburger Convent verabschiedet sich mit seinem Marktfest nach turbulenten Tagen aus der Vestestadt. Bürgermeister Hartan spricht seine „herzliche Einladung“ für 2023 aus.

Mit ihrem traditionellen Marktfest haben sich die Mitglieder des Coburger Convents (CC) am Pfingstdienstag nach viertägigem Kongress wieder aus der Vestestadt verabschiedet. Damit ist dessen 153. Auflage, die pandemiebedingt erste seit dem Jahr 2019, endgültig Geschichte. Diese stand unter dem Motto: „Auf Anhieb Freunde treffen“.

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Hans-Herbert Hartan, der abermals den im Urlaub weilenden Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) vertrat, bedankte sich zur Eröffnung vom Rathausbalkon überschwänglich bei den Gästen dafür, „dass Sie nach zwei Jahren wieder in so großer Anzahl die Stadt besucht haben, Ihre Kongressstadt!“ Darauf, so der Zweite Bürgermeister von der CSU, seien „wir alle sehr stolz in Coburg.“ Eine Ansicht, die Hartan in der Vestestadt jedoch exklusiv haben dürfte.

Widerstand gegen die „Burschis“

Die Rückkehr des Convents hatte im Vorfeld massive Diskussionen ausgelöst innerhalb der Stadtgesellschaft. Insbesondere gegen den montäglichen Fackelzug regt sich mehr und mehr Widerstand – dies gipfelte heuer darin, dass Oberbürgermeister Sauerteig bei seiner Kongresspremiere dem CC am Montagabend den Zutritt ins Rathaus verwehrte. Auch auf der Straße schlug den „Burschis“, wie ihre Gegner sie bisweilen rufen, in den vergangenen Tagen Widerstand entgegen. Sowohl am Freitag als auch am Montag beteiligten sich etwa 200 vornehmlich jüngere Menschen an Gegendemonstrationen aus dem politisch linken Lager.

Hans-Herbert Hartan sprach indes schon am Dienstag seine „herzliche Einladung“ aus für das nächste Jahr. Diese werde man selbstverständlich annehmen, erklärte Lukas Werft, Sprecher der präsidierenden Landsmannschaft Brandenburg-Berlin. „Vielen Dank an alle Coburgerinnen und Coburger für die Gastfreundschaft über das Wochenende!“