Bildstock bei Frickendorf Ein ungewöhnliches Denkmal feiert Jubiläum

Günter Lipp

Keine Tausend, aber zumindest 25 Jahre: Ein kleines Jubiläum feiert der „Jahrtausend-Bildstock“ bei Frickendorf. Richtig alt ist jedoch sein Sockel. Und die Geschichte, die dahinter steckt.

Vom Jahrtausend-Denkmal am Ortseingang von Frickendorf geht der Blick vorbei an dem alten Friedhofskreuz von Brünn hinauf zur Ruine Altenstein in der Ferne (links). Alt und Jung stellt der Januskopf des Denkmals dar. Und als weiteres Zeichen für die Zeit ist er mit Früchten aus den vier Jahreszeiten behängt (rechts). Foto: NP/Günter Lipp

Er ist jetzt genau 25 Jahre alt und verweist doch auf ein gewichtiges Datum. Der „Jahrtausend-Bildstock“ ist auch in unserer denkmalreichen Gegend etwas Ungewöhnliches. Er steht an der südlichen Ortseinfahrt von Frickendorf, dort, wo die Autofahrer einen anderen Gang einlegen.

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Nur Radfahrer und Spaziergänger betrachten das besondere Denkmal genauer: Auf einem einfachen Steinsockel erhebt sich ein schlanker Pfeiler und der wiederum trägt einen Januskopf. Der Bärtige der beiden Männer schaut nach Norden hinauf zur Ruine Altenstein, der Jüngere auf die Straße, die in sanften Kurven nach Höchstädten und weiter nach Ebern und Bamberg führt. Einen Blick zurück in die Geschichte und einen hinaus in die Zukunft soll dieses Bildnis wiedergeben. Die Grundidee dafür ist einem Holzschnitt des Grafikers Helmut Ott aus Rödental entnommen. Umgesetzt hat sie der Zeiler Steinbildhauer Andreas Brecht mit seinen Söhnen.

Der „Marterstein“

Der Sockel dürfte gut 300 Jahre alt sein. Er stand einst nur wenige Meter weiter südlich am Rand des Ackers von Alois Lang. Im Dorf hieß er nur der „Marterstein“, aber was dahintersteckte und wo vor allem das Kreuz darauf geblieben war, wusste niemand.

Günter und Beate Lipp stifteten das Denkmal an ihrem Hochzeitstag zur Jahrtausendwende am 13. August 2000. Deshalb trägt der Pfeiler auch das kirchliche Motto dieses Ereignisses „Unsere Zeit steht in deinen Händen“.