Deshalb lässt Helmut Ungar, sein Bruder ist mittlerweile zu einem anderen Termin weg, auch an diesem Tag bei teilweise starkem Regen eine Gruppe von 20 Tauben aus dem Schlag. Zunächst flattern die possierlichen Tiere von ihrem Schlag auf die „Startrampe“. Nachdem sie dort erwartungsvoll sitzen, öffnet Helmut Ungar das Gitter der Abflugrampe und los geht’s. Die Tiere steigen nach oben, kreisen mehrmals in niedriger Höhe über ihrem Taubenschlag, um sich dann in mehreren Runden nach oben zu schrauben. Hier erklärt Helmut Ungar, dass sie bei Regen nicht ganz so hochsteigen, also besser zu sehen sind, als wenn sie nur noch als kleine Punkte wahrgenommen werden können. Immer wieder purzeln oder rollen mehrere Tiere nach unten, um dann wieder ihren Flug fortzusetzen. Das geht an diesem Tag etwa eine halbe Stunde so, bis sie sich wieder langsam in tiefere Zonen begeben und schließlich auf dem Dach ihres Schlages landen. „Durch Geräusche mit einer Dose oder wenn man eine Taube in die Futterstelle setzt, kann man das Landen beschleunigen“, erzählt Helmut Ungar. Jedenfalls stürzen sich die Tauben gurrend auf das von Helmut bereit gelegte Futter im Bereich der Abflugrampe, um dann, nachdem alles aufgepickt ist und Helmut Ungar die Innenklappe der Abflugrampe geöffnet hat, wieder in ihren Schlag zurückzufliegen.