Blechschaden „Schillers“ unsanftes Ende

Erst ein robustes Geländer stoppte die Irrfahrt des angeschobenen Kleinwagens. Der mit bunten Blumen-Aufklebern verschönerte Twingo hatte sogar einen Namen: „Schiller“ nannte ihn die Besitzerfamilie. Foto: /Christian Licha

Eine Audi-Fahrerin rammte in Sylbach einen ordnungsgemäß geparkten Renault Twingo. Der mit bunten Blumen-Aufklebern verschönerte Twingo hatte sogar einen Namen.

Haßfurt/ Sylbach - Ein lauter Knall und anschließend die Sirene der Feuerwehr schreckte am Freitagnachmittag die Anwohner im Sylbacher Wohngebiet auf. Was war geschehen? Eine 74-jährige Frau befuhr gegen 16.10 Uhr mit ihrem Audi die Wengertstraße in südlicher Richtung, in der Tempo 30 gilt. Aus bislang nicht bekannter Ursache übersah die Seniorin wohl einen ordnungsgemäß am rechten Straßenrand parkenden Renault Twingo und fuhr auf diesen auf.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der menschenleere Kleinwagen geschätzte zwölf Meter vor dem Audi hergeschoben, ehe ein robustes Geländer die Irrfahrt stoppte. Die Unfallverursacherin wurde leicht verletzt und vorsorglich durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Mit rund zehn Einsatzkräften waren die Feuerwehren aus Sylbach und Haßfurt schnell zur Stelle. Die Floriansjünger nahmen ausgelaufene Betriebsstoffe auf und sorgten für die Verkehrsabsicherung. Bis zum Abtransport der beiden Wagen durch ein Abschleppunternehmen war ein Teilstück der Wengertstraße für den Verkehr komplett gesperrt. Nach Angaben der Polizei entstand an den beiden betagten Fahrzeugen wirtschaftlicher Totalschaden in Höhe von insgesamt 2500 Euro.

Etwas Wehmut kam bei dem Besitzer des mit bunten Blumen-Aufklebern verschönerten Twingos am Unfallort auf: „Das Auto taufte unsere große Tochter auf den Namen „Schiller“, nachdem sie es zur bestandenen Führerscheinprüfung seinerzeit bekommen hatte“. Lange verrichtete der Twingo gute Dienste und auch die jüngere Tochter nutze das knuffige Gefährt begeistert. Für den kommenden Sommer war eigentlich eine Urlaubsreise der beiden Schwestern mit ihrem „Dichter-Auto“ geplant, aus der nun leider nichts mehr werde, so der Vater.

 
 

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