Hotels und Schwimmbäder öffnen für Betroffene
Für die Betroffenen gibt es praktische Hilfsangebote: So sollen drei Bäder in dem betroffenen Bereich rund um die Uhr öffnen, damit die Menschen kostenlos duschen können. Die Bundeswehr hilft laut Innenverwaltung vor allem bei Transport, Aufbau, Anschluss und Dieselversorgung von Notstromaggregaten. Die Soldaten versorgen die Menschen vor Ort auch mit warmen Essen und Tee. In Notquartieren oder anderen Anlaufstellen wärmen sich Betroffene auf. Die Berliner Verkehrsbetriebe haben dafür Busse bereitgestellt. Etwa 20 Schulen bleiben den zweiten Tag in Folge geschlossen.
Manche Menschen sind in Hotels gegangen. Betroffenen werden die Kosten für Hotelzimmer erstattet, wie Berlins Regierender Bürgermeister Wegner auf X mitteilte. Der Senatsverwaltung für Wirtschaft zufolge gilt das für entsprechende Partnerhotels der Berliner Tourismusagentur Visit Berlin.
Netzbetreiber: Gut im Zeitplan
Der Netzbetreiber arbeitet daran, dass wieder alle Menschen mit Strom versorgt werden. Laut Betreiber sind die Tiefbauarbeiten für die beiden provisorischen Kabelverbindungen abgeschlossen. Nun begännen die elektrischen Arbeiten zur Herstellung der Verbindung. Damit liege man "sehr gut im Zeitplan", sagte ein Sprecher.
Laut Stromnetz handelt es sich inzwischen um den längsten Stromausfall in der Hauptstadt seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Blackout vom September 2025 im Berliner Südosten hatte rund 60 Stunden gedauert. Damals waren rund 50.000 Stromkunden betroffen.