Brandensteinsebene Start frei für die Sanierung

Norbert Klüglein

Die Stadt muss in die Brandensteinsebene 7,2 Millionen Euro investieren. Sonst erlischt der Instrumentenflugbetrieb

 Foto: Privat

Coburg - 7,2 Millionen Euro wird die Stadt Coburg in den kommenden Jahren in den Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene investieren. Ziel ist, den Flugplatz so zu ertüchtigen, dass der Instrumentenflugbetrieb dauerhaft aufrechterhalten werden kann. Das ist wichtig, damit Geschäftsflugzeuge auch bei Nacht oder bei schlechter Sicht starten und landen können. Der Stadtrat stimmte in seiner Sitzung vom Donnerstag dem Investitionsprogramm zu. Nur Ina Sinterhauf (Die Grünen) sagte nein.

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Für die Millionensumme wird die gesamte Infrastruktur des Platzes erneuert – angefangen bei der Anflugbefeuerung, die länger werden muss, über die Rollbahn, die eine neue Asphaltschicht erhält, bis zum Tower, bei dem Glaskanzel und Technik vollständig erneuert werden müssen. Wie Gerald Hellmuth von der Stadtverwaltung erläuterte, umfasse das Sanierungsprogramm 16 Punkte, die zwingend erledigt werden müssen (zusammen rund 5,6 Millionen Euro) und vier Zusatzpunkte (1,27 Millionen Euro), die zwar wünschenswert wären, aber nicht den Betrieb gefährden, wenn sie nicht erledigt sind.

Der wichtigste Punkt von allen, die Verlängerung der Anflugbefeuerung, wurde schon erledigt. Ohne sie hätte die Luftaufsicht der Brandensteinsebene keine neue Lizenz erteilt.

Kritisch mit den Kosten setzte sich Wolf-Rüdiger Benzel (Coburger Liste) auseinander: „Wer hat das kalkuliert und geprüft?“ Wolfgang Haupt (Grüne) hoffte, dass der Radverkehr in Coburg auch mal so hoch bewertet werde, wie die Luftfahrt.