Außenpolitisch hatte sich Burnham seit seinem Einzug ins Parlament im Juni zurückgehalten. Die Ukraine-Politik seines Vorgängers wird er wohl fortführen, Starmer war am Donnerstag noch einmal zum Abschied in Kiew. Auch der britische Kurs, eine Wiederannäherung zur Europäischen Union zu suchen, ohne den Brexit rückgängig machen zu wollen, dürfte fortgeführt werden.
Welche übergeordnete Herausforderung wartet auf Burnham?
Für alle politischen Vorhaben des neuen Premiers gilt: Sie müssen funktionieren - und zwar am besten schnell. Großbritannien erlebte in den vergangenen Monaten einen erheblichen Rechtsruck. Die rechtspopulistische Partei Reform UK von Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage führt in Umfragen teils deutlich und wird Labour auch unter Burnham vor sich hertreiben. Der Reform-Erfolg bei den Regional- und Kommunalwahlen im Mai war einer der großen Kipppunkte, die zum Scheitern Starmers geführt hatten. Die Partei werde Großbritanniens neue Rechte nicht schlagen, "wenn wir von internen Kämpfen aufgezehrt werden und in verschiedene Richtungen ziehen", sagte Burnham.