Ständig strebt er danach das Reich Gottes, dessen Kommen Jesus von Nazareth angekündigt hat, zu verhindern. Doch auch wenn sein boshaftes Tun die Welt in Chaos und Unfrieden stürzt, kann er die Heilsgeschichte nicht aufhalten.
Lesen Sie aus unseren Angeboten: Kirche und Hölle – Vatikan betont: Es gibt die Hölle!
Die Hölle – ein Zustand und kein Ort
In der Bibel ist die Hölle das finstere Reich des Teufels und der von Gott getrennten Toten, der Ort des endzeitlichen Strafgerichts, wo die Menschen für ihre Sünden ewig büßen müssen. Was über Jahrhunderte Allgemeingut der christlichen Kirchen, wird heute von der modernen Theologie verneint. Sie hat die Hölle in das Reich der Fabeln und Legenden verlegt.
Die Hölle ist kein Ort, sondern ein Zustand der absoluten Ferne Gottes, des totalen Von-Gott-Verlassenseins. Es gibt keine Topografie der Unterwelt wie etwa den „Hades“ in der griechischen Mythologie.
Die heutige Theologie erklärt die Verdammnis zu einer „Existenzform des Menschen . . . in der er unter dem Schmerz leidet, auf Gott verzichten zu müssen“. Die Katholische Kirche definiert Hölle als „Reinigungszustand“. Papst Johannes Paul II. (1920–2005) betont: „Die Hölle meint nicht so sehr einen bestimmten Ort, sondern vielmehr die Situation dessen, der sich frei und endgültig von Gott entfernt hat.“