Buchbach feiert „Wer hat Kerba – mir ham Kerba!“

Uwe Zipfel

In Buchbach wird ausgelassen gefeiert. Mit zehn Kirchweih-Paaren, vier Kellnerinnen und vielen Besuchern.

Die Kirchweihgesellschaft Buchbach hatte den vierten Sonntag im Oktober sehnsüchtig erwartet, um nach zwei Jahren mit Pandemie-Einschränkungen wieder Trachtenkirchweih feiern zu dürfen. Fröhliche Besucher und zehn Kirchweihpärchen mit vier Kellnerinnen feierten ein ausgelassenes Fest.

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Traditionsbewusst

Traditionsbewusst begannen die Feiertage mit dem Schlachtschüsselessen im Sportheim, das vom SV Buchbach organisiert wurde. Eine volle Hütte hatte man am Abend bei der Plattenparty in der beheizten Pergola des SV Buchbach unter dem Motto „Fuck se schid“, mit welcher der Tanzreigen eingeläutet wurde.

Die Blaskapelle Buchbach eröffnete den Samstag mit den traditionellen Kirchweihständerla. Im Kulturhaus stand der Abend ganz im Zeichen des ersten Tanzabends, bei dem „Revolution“ für die musikalische Umrahmung sorgt. Die Blaskapelle Buchbach versorgte die Besucher im voll besetzten Kulturhaus mit Getränken und Speisen.

Umzug am Festsonntag

Ein Gottesdienst in der Sankt Laurentius Kirche in Buchbach läutete den Festsonntag ein. Am frühen Nachmittag startete der Umzug durchs Dorf, bei dem die Herren der Kirchweihgesellschaft die jungen Damen von daheim abholten. An jedem Haus erklang der Ruf: „Wer hat Kerba – mir ham Kerba – lasst euch hören!“ Der Umzug führte anschließend zum Plan unter der Linde neben der Kirche, auf dem die offiziellen Tanzrunden gedreht wurden. Anschließend fand der Tanz im Kulturhaus statt. Dabei baten die jungen Mädchen und Burschen der Kirchweihgesellschaft die Festbesucher aufs Parkett.

Kirchweihrede zum Dorfgeschehen

Musikalisch begleitete die Blaskapelle Buchbach den Nachmittag. Bei Kaffee und Kuchen wartete man gespannt auf die die Kirchweihrede, bei der aus dem Dorfgeschehens berichtet wurde. Im Rahmen der 800-Jahr-Feier von Buchbach wurde am Sonntagnachmittag die Dorfchronik vorgestellt. Der letzte Kirchweihtanz fand dann am Abend im jedoch nur spärlich besuchten Kulturhaus statt, bei dem „Is doch woschd“ zur Unterhaltung aufspielte.

Die Kirchweih klang am Montag mit einem ausgedehnten Frühschoppen im Sportheim Buchbach aus. Und wer vom Feiern noch nicht genug hat, der ist bereits jetzt zur Nachkirchweih am Freitag, 11. Dezember, eingeladen. An diesem Abend wird „2 for you“ für Unterhaltung sorgen.

„In Bochbich daham“

Der Kirchweihsonntag wurde genutzt, um die Dorfchronik zur 800-Jahr-Feier von Buchbach vorzustellen. Die Autoren Monika Barnickel und Rudolf Pfadenhauer dankten dabei den Unterstützerinnen und Unterstützern, die mit Bild- und Textmaterial zu diesem Werk beigetragen hatten. In kurzen Ausschnitten zeigte Pfadenhauer den Inhalt des Buches auf. Darin werden Ursprung, Entwicklung und das dörfliche Leben sowie Bräuche in dem Ortsteil von Steinbach am Wald beleuchtet. Einen Blick wirft man auf Kindergarten, Schule und Kirche. Auch von besonderen Begebenheiten sowie von Persönlichkeiten des Dorfes wird berichtet. Zudem wird das Vereinsleben gestern und heute unter die Lupe genommen, ebenso Wirtschaft und Handwerk. Das Chronik „In Bochbich daham“ ist über die Gemeinde Steinbach am Wald zu erwerben

Mehr Bilder unter www.np-coburg.de