Büchlein von Patrick Sünkel „auf Weltreise“: Eine bärenstarke Geschichte

Patrick Sünkel hat Spaß am Schreiben. Nun hat der Tüschnitzer ein besonderes Büchlein verfasst, das sogar in Asien gelesen wird.

Patrick Sünkel mit seinem Büchlein über den kleinen Bären. Foto: privat/privat

Ben ist ein süßer kleiner Bär. Kein realer - oder etwa doch? Nun, zunächst einmal entstand er aus wunderbar weichen Baumwollfäden. Doch was dann noch passiert, bildet den Schluss einer kleinen, magischen Geschichte, die, der mittlerweile in Junkersdorf bei Ebern lebende, Patrick Sünkel verfasste. „Wie Ben Bär geboren wurde“ lautet der Titel des kleinen Büchleins, das es im Handel nicht frei zu kaufen gibt und das dennoch ins Chinesische und Russische übersetzt wurde und „um die Welt reist.“

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Sünkel ist eigentlich gelernter Radio- und Fernsehtechniker sowie Heilerziehungspfleger und hat mehrere Jahre im Kindergarten gearbeitet, doch literarisch tätig ist er schon seit ein paar Jahren. Eines seiner Werke ist das Kinderbuch in Reimform „Der Windelzwerg vom Windelberg“. Und genau über dieses Buch wurde eine Mitarbeiterin der Firma Feiler aus Hohenberg an der Eger auf Patrick Sünkel aufmerksam und kontaktierte ihn.

Die Ernst Feiler GmbH ist Hersteller von Produkten aus hochwertigem Chenille, das in einem besonderen Webverfahren verarbeitet wird. Für die „Mini-Kollektion“ fertigt das Unternehmen Lätzchen, Tücher und Decken für Kinder an. Das Chenillegarn wird hierbei liebevoll als „Zauberfaden“ bezeichnet. Und genau für diesen und die Serie mit dem wuscheligen „Ben Bär“ sollte eine Broschüre entstehen, für die Patrick Sünkel als Geschichtenschreiber auserkoren wurde.

„So etwas habe ich ja auch noch nie gemacht“, berichtet der Autor, „aber der Bär ist putzig, er hat mich gleich begeistert und was mir ebenfalls gut gefällt, ist, dass die Firma nur in Deutschland produziert und Wert auf Nachhaltigkeit legt.“ Es folgte ein Treffen mit dem Firmenteam, „und nach einem Wochenende hatte ich bereits das grobe Gerüst. Ich hatte da so richtig Lust drauf“, erinnert sich Sünkel. Es folgte ein enger Austausch mit Feiler, danach musste die Geschichte ins Englische übersetzt werden, um sie der englischsprachigen Illustratorin Mary McQuillan verständlich zu machen, die den tierischen Gesellen liebevoll und farbenfroh in Szene gesetzt hat.

Doch nicht nur die Hauptfigur Ben hält Einzug in die Geschichte, Zweitprotagonisten sind Firmengründer Ernst Feiler sowie ein Schmetterling, der für das Logo der Firma steht. „Das wollte ich schon irgendwie einbauen“, erklärt Sünkel lachend. Ein Jahr später war es dann so weit, die kleine Broschüre ging in den Druck und wird seit Dezember jeder Bestellung aus der „Ben Bär“-Kollektion beigelegt. Und da das Unternehmen aus dem östlichen Fichtelgebirge weltweit exportiert, folgten dann rasch die Übersetzungen ins Chinesische und Russische. „Und die zweite Auflage mit weiteren 5000 Exemplaren ist bereits in Planung“, freut sich der sympathische Autor.