Kommt es oder kommt es nicht? Die Frage stand zwar nicht auf dem Wahlzettel des Bürgerentscheids, zu dem am Sonntag die Bürgerinnen und Bürger in Königsberg aufgerufen waren, doch letztlich ging es genau darum: Wird das geplante Naturparkzentrum im Todsgraben an der Thomas-Klingg-Steige entstehen? Dort halten es Landrat Wilhelm Schneider (CSU), Naturpark-Geschäftsführer Lukas Bandorf und Königsberges Bürgermeister Claus Bittenbrünn (CSU) für am geeignetsten. Ob es an anderer Stelle in der Regiomontanusstadt entstehen könnte, sollten die Königsberger den vorgeschlagenen Standort ablehnen, war ungewiss. Vielleicht deshalb hatten die Bürger nun am Sonntag, wenn auch hauchdünn, für das Ratsbegehren gestimmt: Von 1230 Personen, die zur Abstimmung schritten, stimmten bei 26 ungültigen Stimmen 606 Stimmberechtigte mit Ja, das entspricht 50,3 Prozent; 599 Stimmberechtigte dagegen kreuzten Nein an (49,7 Prozent). Beim Bürgerentscheid 2, dem Bürgerbegehren, initiiert unter anderem durch den ehemaligen Bürgermeister Erich Stubenrauch, fiel die Wahl dagegen andersherum aus: Hier stimmten 526 Stimmberechtigte mit Ja, also 47,2 Prozent, wobei 589 Stimmberechtigte für Nein votierten, das entspricht 52,8 Prozent. 115 Stimmen waren hier ungültig.