Bürgermeisterwahl in Großheirath Katja Wolff ist Kandidatin der Grünen

Am Donnerstag hat der Grünen-Ortsverband Großheirath seine Kandidatin für das Rennen ums Rathaus nominiert. Was sie inhaltlich erreichen möchte.

Katja Wolff ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Foto: Grünen-Ortsverband Großheirath

Im Innenhof des Neuseser Traditionslokals „Zur Eiche“ die fand am Donnerstag die Nominierungsversammlung der Grünen Großheirath statt. Unter dem Motto „26.06 für 2026“ ist die Großheiratherin Katja Wolff von den 22 anwesenden Mitgliedern einstimmig zur Bürgermeisterkandidatin gekürt worden. Das teilte der Ortsverband in einer Pressemitteilung mit.

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Rund 90 Gäste verfolgten demnach die Versammlung, darunter die Grüne Landesvorsitzende Eva Lettenbauer sowie das „kreative Coburger Urgestein“ Auwi Stübbe.

Wer ist Katja Wolff?

Katja Wolff ist 43 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Die gebürtige Nürnbergerin zog es laut Pressemitteilung für ihr Innenarchitekturstudium an die Hochschule Coburg. Ihre Diplomarbeit widmete sie der Saunalandschaft der Therme Natur in Bad Rodach, der sie den Namen „Erdfeuer“ gab. Nach ihrem Abschluss arbeitete Wolff zunächst bei „[lu:p] Architektur“, bevor sie sich nach der Geburt ihres Sohnes mit einem eigenen Immobilienbüro selbstständig machte, das sie seit elf Jahren erfolgreich führt.

2013 setzte Sie ein Siedlungsprojekt mit sechs Häusern um und lebt dort ihren Traum vom Leben auf dem Land – in Rossach. Die Entscheidung, als Bürgermeisterkandidatin anzutreten, traf sie gemeinsam mit ihrer Familie. Seit 2020 ist sie Mitglied des Gemeinderats, Fraktionsvorsitzende sowie Mitglied im Bau- und Umwelt- sowie im Rechnungsprüfungsausschuss. Zudem ist sie seit 2022 erste Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Rossach und engagiert sich im Obst- und Gartenbauverein Großheirath-Buchenrod.

Breite Unterstützung bei der Nominierung

Unterstützt wurde Wolff bei der Versammlung von einem starken Team: Gemeinderatskollege Jonas Stüllein übernahm die Begrüßung und fand herzliche Worte für seine Mitstreiterin, während Martina Benzel-Weyh souverän durch den Abend moderierte. Den Wahlvorstand bildeten Jan Toman, Heidi Lechner und Anna-Lena Seiler, die sich um die notwendigen Formalitäten der Abstimmung kümmerten.

Vera Schaller, Sprecherin des Ortsverbandes Großheirath sowie des Kreisverbandes Coburg-Land, gratulierte demnach Katja Wolff herzlich im Namen der Partei. Auch aus der Landes- und Bundespolitik kamen Glückwünsche: Bundestagsabgeordneter Johannes Wagner sowie Landtagsabgeordnete Ursula Sowa sendeten laut dem Schreiben per Videobotschaft ihre Grüße und sagten für den bevorstehen Wahlkampf ihre Unterstützung zu.

Das sind Wolffs Ziele

Wolff möchte demnach die Haushaltsplanung mutiger und präziser aufstellen, um Investitionsstau sukzessive abbauen und begonnene Projekte konsequent abzuschließen. Denn unterlassene Investitionen von heute seien die Kostenfallen von morgen.

Um die Einwohnerzahlen sowie Steuereinnahmen stabil zu halten, möchte Wolff demnach innerörtliche Flächen und Leerstand im Einklang mit den Eigentümern nutzen. Außerdem plane sie, gemeinsam mit lokalen Investoren mehr mietbaren Wohnraum zu schaffen, um Abwanderung zu verhindern und Senioren den Umzug in altersgerechte Wohnungen zu ermöglichen.

„Brücken zwischen den Ortsteilen schlagen“

Ein Meilenstein der nächsten Legislaturperiode werde das Dorferneuerungsverfahren in Großheirath. Ziel sei es, die vielen Ideen und Visionen der Bürger in ein schlüssiges Gesamtkonzept zu bündeln. Dafür brauche es einen langfristigen Gestaltungs- und Investitionsplan. Besonders am Herzen liege ihr, im übertragenen Sinne „Brücken zwischen den Ortsteilen zu schlagen“ – durch bessere Fuß- und Radwegeverbindungen, auch in die Nachbargemeinde Untersiemau, sowie ein attraktiveres ÖPNV-Angebot.

Entschieden werde zwar erst an der Urne am 8. März, doch eines stehe schon heute fest: „Mit ihrer Erfahrung, ihrem Engagement und ihrer klaren Vision steht Katja Wolff bereit, Großheirath als lebenswerte und zukunftsfähige Gemeinde für alle Generationen zu gestalten“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.