Bürgerversammlung Zeyern soll zu einer Perle werden

Veronika Schadeck
Zeyern soll im Rahmen einer Dorferneuerung noch schöner und attraktiver werden. Deshalb sammelte die Mitglieder der Arbeitskreise Ideen, die sie am Montagabend im Rahmen einer Bürgerversammlung vorstellten. Foto: Gemeinde Marktrodach

Die Dorferneuerung könnte im kommenden Jahr starten. Mit der Fertigstellung der Umgehung vor zwei Jahren hat der Ort eine einmalige Entwicklungschance bekommen, herauszuputzen.

Zeyern soll noch lebens- und liebenswerter werden. Deshalb wollen die Bürger im Zuge einer Dorferneuerung ihr Dorf herausputzen. Am Montagabend wurden bei einer Bürgerversammlung in der voll besetzten Rodachtalhalle die Ergebnisse der Vorbereitungsphase vorgestellt. Dabei trugen die Mitglieder der Arbeitskreise „Dorfmitte“ (Roland Pompe, Georg Wunder, Christian Zeuß), „Soziales Leben“ (Theresa Zapf, Gisela Ebert und Alfred Schmitt), „Zeyernbach – Zeyerngrund – Zeyerngrün“ (Tassilo Haderlein, Hubert Bähr) und „Ortsbild, Innenentwicklung, Verkehr und Energie“ (Christiane Odewald, Kerstin Göpfert, Andreas Zapf) ihre Ideen und Visionen für die künftige Entwicklung Zeyerns vor. Bei den Ausführungen wurde deutlich, dass sich in Zeyern mit dem Bau der Ortsumgehung, der B 173 neu, und dem damit verbundenen Wegfall der viel befahrenen Ortsdurchfahrt ein großes Potenzial für eine Neugestaltung bietet.

Viele Ideen

Die Liste von Ideen ist lang und vielseitig. Unter anderem wurden beim Thema „Ortsentwicklung“, der Bereich zwischen Kronacher Straße und Mühlgasse genannt. Vorstellen können sich die Mitglieder der Arbeitskreise auch eine Tiny Haus-Siedlung auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei. Des Weiteren könnte der Leerstand „Kronacher Straße 3“ beseitigt werden und ein Zugang zur Rodach geschaffen werden. Viele Ideen kamen bei dem Thema „Verkehr und Infrastruktur“ zusammen. Diesbezüglich wurde der Rückbau der Ortsdurchfahrt, die Gestaltung des nördlichen Ortseingangs mit einer Anbindung zur Umgehungsstraße sowie die Einfahrt Mühlgasse/Parkplatz/Vorplatz Gasthaus genannt. Weiterhin ging es um die Aufwertung der Rodachbrücke und um das Anlegen von Fußwegen, beispielsweise von der St. Leonhard Straße bis zur St. Sebastian Straße.

Auch „Natur und Erholung“ stehen auf der Agenda. Dabei stellen sich die engagierten Bürger mehr Grünflächen, eine überörtliche Erholungs- und Spielanlage mit Kneippbecken, Wasserspielflächen und Abenteuerspielplatz vor.

Neugestaltungen

Beim Thema „Kultur und Gemeinschaft“ ging es um die Neugestaltung des südlichen Ortseingangs, um die Umgestaltung des Lindenplatzes, einen Jugendplatz unter der neuen Rodachbrücke und um Verschönerungen im Friedhofsbereich.

Bürgermeister Norbert Gräbner (FW) dankte den Mitgliedern der verschiedenen Arbeitskreise für ihr großes Engagement für ihre Heimat. Die Vorbereitungsphase sei wegen Corona und anderen Erschwernissen eine Geduldsprobe gewesen. Aber: „Die Mühen haben sich gelohnt!“. Wenn nun diese Vorschläge in die Tat umgesetzt werden können, dann werde Zeyern eines der schönsten Dörfer im Frankenwald.

Sein Dank ging an Barbara Göbel und Frieder Müller-Maatsch vom Architekturbüro Müller-Maatsch für die Betreuung der einzelnen Teams, den Baudirektor Wolfgang Kießling vom Amt für Ländliche Entwicklung sowie Reinhard Sponsel und Georg Karl für die Beratung.

„Fördertermin“ am Dienstag

Norbert Gräbner wies darauf hin, dass bei der Umsetzung der Maßnahmen die richtige Reihenfolge und Prioritäten festgelegt werden müssen. Bereits am Dienstag fand im kleinen Kreis mit den Arbeitskreissprechern, Vertretern der Marktgemeinde und des Amts für Ländliche Entwicklung Oberfranken ein „Fördertermin“ zur Festlegung der förderfähigen Maßnahmen statt.

Wie der Bürgermeister weiter erklärte, richtet sich der Fördersatz nach der Finanzkraft der Gemeinde aus den vergangenen drei Jahren. Der Rest ist von der Gemeinde zu übernehmen. Mit der Anordnung der Dorferneuerung rechne man im Jahre 2023. Voraussetzung sei, dass der Dorferneuerungsplan durch das Planungsbüro und die Beteiligung der Träger öffentlicher Belange abgeschlossen seien.

Nach Einleitung des Verfahrens wählt die Teilnehmerversammlung den Vorstand der Teilnehmergemeinschaft. Der Vorstand vertritt dann die Interessen aller Teilnehmer, das sind die Grundstückseigentümer und Erbbauberechtigten im Verfahrensgebiet. Der Vorstand übernimmt eine bedeutende Rolle bei der Gestaltung.

Der Einstieg in die Objektplanung, so Gräbner, erfolgt aller Voraussicht nach im kommenden Jahr.

 

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