Büttenabend in Kehlbach Las Vegas lässt grüßen

Heike Schülein

Schon Kultstatus besitzen die Kellbiche Büttenabende in der Schorsch-Neubauer-Halle. Heuer lud die närrische Elite in ein bekanntes Vergnügungsparadies. Es wurde eine Mega-Sause.

An zwei Wochenenden wurde die kleine Faschingshochburg Kellbich zur Hauptstadt des Entertainments, die der vor allem wegen ihres quirligen Nachtlebens sowie den rund um die Uhr geöffneten Casinos und Zaubershows bekannten Metropole Las Vegas in Nichts nachstand. Mitten im Geschehen waren der Frauen-Elferrat, das Prinzenpaar, Cindy I. und Dominik I., sowie der Präsident des Kehlbacher Faschingsclubs (KFC), Michael Bänsch, der durch die 21. Kellbicher Bütt führte. Wie in der Wüstenstadt gaben sich auch an den drei Abenden im Golddorf die Show-Stars die Klinke in die Hand.

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„Mir reichts! Nix is los in Kellbich, dou is die Katz gfreggt und dehamm müss me immer nur ärbet“: Um ihren großen Traum von Las Vegas zu erfüllen, entwickelten die Kids sogar eine eigene Zaubershow. Perfektioniert hatten eine solche bereits die Krausen-Sisters Kathrin und Christian, die mit ihren Mental-Tricks sogar den Beruf von Bundestagsabgeordneten Jonas Geissler zu ergründen versuchten. Ihr Ergebnis „schwarzer Märchenerzähler“ nahm derselbige mit Humor, ebenso wie Landrat Klaus Löffler sowie die Bürgermeister Thomas Löffler aus Steinbach am Wald und Peter Ebertsch aus Tettau.

Sie alle ließen am Freitag manch nett gemeinte Neckereien gerne über sich ergehen, darunter auch von der Pokerrunde der Kellbicher Burschen, die unter anderem „extra“ für den Landrat die FC N-Vereinshymne „Die Legende lebt“ anstimmten.

Ihre Lebensgeschichte erzählten die beiden Cowboys, Marion und Stefan, als stolze Züchter von 7000 Rindviechern und -viecherinnen sowie die beiden Mafiosi Jörg und Christian mit „leichtem Verfolgungswahn“. So einiges zu berichten hatten auch die frisch vom Knast entlassenen schwarzen Witwen. Welche unliebsamen Überraschungen man bei einer Kennenlern-App erleben kann, verrieten die Kellbicher Lausbuben. Wie sich Eheleute wieder trennen, zeigte die Seniorengruppe, die aufgrund des ganzen „Sodom und Gomorra“ eine boomende Scheidungs-Kapelle im Golddorf betreibt.

Die Stimmung auf den Siedepunkt brachten die Tanzauftritte, so eingangs der einzigartigen Blitz- und Funkengarde mit Solo-Tanzmariechen Lena. Die Herzen im Sturm eroberten die Stöpfergarde sowie die „twistende“ Minifunkengarde. Die Prinzen-Elite präsentierten ihre „Glocken von Rom“, während die „Spice Girls“ sowie die „New Generation“ ihrem Publikum gewaltig einheizten. Den grandiosen Abschluss bildete natürlich das unwiderstehliche Männerballett, bevor sich alle Akteure des Abends zum gemeinsamen „Ciao Amore“-Schlusslied auf der Bühne einfanden. Begleitet wurde die Supergaudi vom örtlichen Musikverein. Ins rechte Licht gerückt wurde das Geschehen von Alexander Ruß, der hierfür mit dem Ehrenorden des Fastnachtsverbands Franken ausgezeichnet wurde.