Chemieunglück in Erlabrück Wasserwirtschaftsamt warnt vor Schadstoffen

Die Auswirkungen der Gewässerverunreinigung sind bis zur Mainmündung nachzuweisen

Das Kronacher Wasserwirtschaftsamt ist besorgt wegen der Schadstoffe, die nach dem Unfall in Erlabrück in die Rodach und mittlerweile auch in den Main gelangt sind. Foto: Frank Wunderatsch

Steinwiesen - Das Wasserwirtschaftsamt Kronach hat nach der Gewässerverunreinigung an der Rodach am Montagabend im Bereich Erlabrück eine Warnmeldung rausgegeben. Nach aktuellem Kenntnisstand kommt es zu Beeinträchtigungen der Gewässerqualität stromabwärts in der Rodach sowie darüber hinaus im Bereich des Mains nach Zufluss der Rodach. Die Schadstoffwelle konnte am heutigen Mittwoch sogar mindestens bis an die Mündung des Mains festgestellt werden. Das noch unbekannte Stoffgemisch riecht stark, verbreitet sich über das abfließende Flusswasser, setzt sich aber auch auf der Gewässersohle ab. Aufgrund der unbekannten Zusammensetzung kann nicht ausgeschlossen werden, dass es sich um einen gesundheitsgefährdenden oder krebserregenden Stoff handelt. Daher empfiehlt das Wasserwirtschaftsamt bis zum Vorliegen neuerer Erkenntnisse Folgendes für den gesamten Bereich der Rodach von Erlabrück bis zur Mainmündung sowie für den Main im Landkreis Lichtenfels inklusive angeschlossener Seen, Fischteiche, etc:

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- Verzehrverbot für Fische

- Kontakt zum Gewässer meiden (Menschen und Tiere)

- Keine Nutzung von Gartenbrunnen in der Nähe der betroffenen Gewässer

Diese Warnung wird auch über die Integrierte Leitstelle als Meldung in das bundesweite Warnsystem MOWAS sowie in die Nina-Warn-App eingepflegt.