Die Anleger wirkten beruhigt: Die Nvidia-Aktie legte im nachbörslichen Handel um rund fünf Prozent zu. Auch Kurse anderer Chipkonzerne lagen im Plus. Für Aktien der großen Nvidia-Kunden Google, Microsoft, Amazon und Meta ging es ebenfalls aufwärts.
Für Branchenanalyst Patrick Moorhead bedeuten die Nvidia-Zahlen mehr Zuversicht für die Zukunft der KI-Branche. "Nvidia ist der Wegbereiter in diesem Bereich - und das zeigt, dass die Nachfrage weitergeht", sagte Moorhead im Wirtschaftssender CNBC.
Wachstum auch ohne Geschäft in China
Unter dem Strich steigerte Nvidia den Quartalsgewinn im Jahresvergleich um 65 Prozent auf 31,9 Milliarden Dollar. Beim Ergebnis pro Aktie lag der Konzern über den Schätzungen der Analysten. Deren Erwartungen übertraf Nvidia auch mit der Prognose von 65 Milliarden Dollar Umsatz im laufenden Vierteljahr sehr deutlich. Die Marktexperten hatten im Schnitt mit einer Vorhersage von gut 61,5 Milliarden Dollar Umsatz gerechnet.
Das Wachstum schafft Nvidia weiterhin ohne den einst wichtigen chinesischen Markt, in dem der Konzern nach US-Ausfuhrbeschränkungen und Gegenmaßnahmen der Regierung in China derzeit kein Geschäft mehr hat. Finanzchefin Colette Kress bekräftigte, dass Nvidia auch Chips nach China verkaufen wolle, um die weltweite Führung von US-Technologie zu sichern. Huang hatte immer wieder gewarnt, dass in China durch den Verkaufsstopp starke Rivalen entstehen würden, die Nvidia dann auf dem Weltmarkt Konkurrenz machen könnten.