Chor aus Haßfurt und Ebern Vorfreude auf Weihnachten im Doppelpack

Yvonne Goldammer

Die Chöre St. Kilian und St. Laurentius tun sich zur musikalischen Vorfreude auf Weihnachen zusammen. Wer’s in Haßfurt verpasst hat: Am zweiten Advent gibt es die Wiederholung in Ebern.

Die Chöre St. Kilian aus Haßfurt und St. Laurentius aus Ebern, begleitet von Simon Schneider. Foto: Matthias Goldammer

Unter der Leitung von Dekanatskantor Wolfgang Schneider hatten sich die Chöre St. Kilian, Haßfurt, und St. Laurentius, Ebern, am 1. Advent in Haßfurt zusammengefunden, um der Sehnsucht nach der Ankunft Christi musikalisch Ausdruck zu verleihen.

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Pfarrer Blaise Okpanachi, der die Anwesenden herzlich begrüßte, rief dazu auf, wachsam und stets bereit zu sein, sich im Vertrauen auf Gott auf den Weg zu machen. „Wer einmal sing, betet zweimal”, rief er den Besucherinnen und Besuchern zu, die zahlreich in die Kirche geströmt waren. Als „Special Guest” begleitete Pfarrer Okpanachi den Kinder- und Jugendchor der beiden Pfarreien auf der Trommel, was den bekannten Liedern eine ganz neue Dimension verlieh.

Kirchenchöre in Bestform

Die 19 Mitglieder sangen kräftig und fröhlich und erhielten viel Applaus. Besonders der Jugendchor zeigte mit klaren und treffsicheren Stimmen viel Potenzial. In Bestform präsentierten sich die beiden Kirchenchöre, deren harmonischer Klang durch die Akustik in der Pfarrkirche wunderbar zur Geltung kam. Sehnsuchtsvoll erklangen „Rorate! Ach tauet, ihr Himmel“ sowie „Tröstet mein Volk“. Das Lied „Die Nacht ist vorgedrungen“, nach einem Gedicht von Jochen Klepper vertont von Johannes Petzold, wurde mit einem wehmütigen Orgelstück beendet, für das die Register der Haßfurter Orgel wie geschaffen waren.

Der Kinder- und Jugendchor, begleitet von Robert Goldammer. Foto: Matthias Goldammer

Hoffnungsvolle Akzente setzte Georg Friedrich Händels „Tochter Zion, freue dich“, gefolgt von einer Bearbeitung dieses Lieds für die Orgel von Alexandre Guilmant, die Robert Goldammer (18) versiert vortrug. Ebenfalls an der Orgel war Simon Schneider (15) mit „Il est né, le divin enfant” zu hören. Beide jungen Musiker begleiteten zudem abwechselnd die Vokalisten und sangen auch selbst mit. Ein Höhepunkt war das von den Chören ergreifend vorgetragene „Wiegenlied zu Weihnachten” von John Rutter.

Greifbar wurde die Vorfreude auf Weihnachten, als bei dem bekannten „Engel auf den Feldern singen” das „Gloria in excelsis deo” erst nur von den Kindern gesungen, dann von den Kirchenchören aufgegriffen wurde, und schließlich die Stimmen aller das Kirchenschiff erfüllten. Wer das Konzert noch einmal erleben möchte, hat am Sonntag, 7. Dezember, um 17 Uhr in der Eberner Laurentiuskirche die Gelegenheit.