Treffpunkt ist der Wagen Nr. 80. Das ist direkt links neben der Kasse des Circus Krone. Der Büro-Wagen quasi. Es ist das Reich von Ferdinando Klemenz. Der 31-Jährige wird mich die nächsten zwei Stunden durch den Zirkus begleiten. Eigentlich will ich mir die Arbeit mit den Pferden anschauen. Das interessiert mich. Von Kindesbeinen an bin ich vom Pferde-Virus infiziert, seit Jahren fließt jede meiner freien Minuten in die Arbeit mit diesen wundervollen Geschöpfen. Zirkuslektionen stehen auch bei mir auf dem Programm. Und die Gelegenheit zu sehen, wie Profis das machen, ergreife ich sofort beim Schopf. Doch dann wird dieser Termin dank Ferdiando Klemenz so ganz anders, als gedacht. Der junge Mann ist allein schon eine Geschichte wert. Während wir in der Manege sitzen und Hans-Ludwig Suppmaier beim Training mit Hengsten unterschiedlicher Rassen, von unerfahrenen bis „alten Hasen“ zuschauen, erzählt Klemenz, wie er zum Circus Krone kam.