Coburg Arbeitsmarkt tritt auf der Stelle

Die Frühjahrsbelebung ist passé: Im Mai sank zwar in der Region die Zahl der Menschen ohne Job, aber eben leider nur leicht.

Arbeitsmarkt tritt auf der Stelle Foto: Archiv/Archiv

In der Stadt Coburg stieg die Zahl der Arbeitslosen im Mai leicht um 1,5 Prozent (+23 Personen) auf 1 518. Seit dem letzten Jahr hat sie um 177 Personen oder 13,2 Prozent zugenommen. Es meldeten sich 23,4 Prozent mehr Menschen arbeitslos als im Vorjahr, während 6,3 Prozent mehr eine Beschäftigung fanden. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im April weiterhin 6,5 Prozent. Ihr Vorjahreswert lag bei 5,9 Prozent. Im Mai meldeten die Arbeitgeber aus dem Stadtgebiet 193 sozialversicherungspflichtige Stellen, 19,9 Prozent (+32) mehr als im Vorjahr. Im Bestand waren am Stichtag 1 420 Jobangebote, 5,5 Prozent (-83) weniger als in 2023. Rein statistisch kamen im Mai auf 100 gemeldete Stellen nur 107 potentielle arbeitslose Bewerber.

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Im Landkreis Coburg sank die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat um 41 Personen (-2,0 Prozent) auf 1 989. Seit dem letzten Jahr ist sie um 275 Personen (+16,0 Prozent) gestiegen. Im Mai wurden 10,0 Prozent mehr Menschen freigesetzt als in 2023. Derweil fanden 7,4 Prozent mehr Personen wieder einen neuen Job. Die Arbeitslosenquote nahm seit April um 0,1 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent ab. Vor einem Jahr betrug sie 3,5 Prozent.

Der Arbeitgeberservice bekam im Mai 128 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote aus dem Landkreis gemeldet, 4,5 Prozent (-6) weniger als im Vorjahr. Im Bestand sind 1 314 Jobangebote, lediglich 1,1 Prozent weniger (-14) als in 2023. Rein statistisch kamen im Mai auf 100 gemeldete Stellen nur 151 potentielle arbeitslose Bewerber.Der Rückgang der Arbeitslosigkeit setzte sich in der Region zwar auch im Mai fort, jedoch nicht mehr so agil wie in den beiden Vormonaten, da die saisonale Frühjahrsbelebung im April bereits so gut wie abgeschlossen war. Die Zahl der Arbeitslosen sank in den vergangenen vier Wochen um 168 (-1,3 Prozent) Personen auf 12 738. Im letzten Jahr fiel der Rückgang spürbar (-395 Personen) größer aus. Seit dem vergangenen Jahr hat die Arbeitslosigkeit um 1319 Personen (+11,6 Prozent) zugenommen. Das liegt zum Großteil am andauernden Zulauf von Geflüchteten in die Region. Ende Mai waren im Agenturbezirk 911 Ukrainer und weitere 943 Flüchtlinge anderer Herkunftsländer (davon 599 Syrer, 99 Afghanen, 40 Iraker und 35 Iraner) arbeitslos gemeldet.

Gute Chancen auf neuen Job

Es konnten 1170 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden. Das waren 79 oder 7,2 Prozent mehr als in 2023. Die Wahrscheinlichkeit, entlassen zu werden und die guten Chancen, wieder einen und Job zu finden, haben sich seit dem letzten Jahr kaum verändert. „Bereits Ende April war die Frühjahrsbelebung aufgrund des milden Winters so gut wie abgeschlossen. Da der Arbeitsmarkt derzeit auf der Stelle tritt, fiel der Abbau der Arbeitslosigkeit im Mai entsprechend bescheidener aus als im letzten Jahr“, schätzt Stefan Trebes, Leiter der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg, die aktuelle Situation ein.

Hohe Preise für Energie, Rohstoffe und Vorleistungen belasten weiterhin die Betriebe. Insbesondere das verarbeitende Gewerbe und die Gastronomie sind betroffen, was in den letzten Monaten zu mehreren Schließungen und Entlassungen führte. Aufgrund des breit aufgestellten Fundaments des Arbeitsmarkts der Region beweist sich dieser dennoch als bewundernswert stabil.