Kronach/Fassoldshof - Mit einem Hauruck verschwindet der Rennwagen im Container. Der 420 PS starke Ligier JS P3 mit seinen federleichten 900 Kilogramm trägt nur einen kleinen Teil der Gesamtladung von acht Tonnen bei. 64 Kisten sind es allein für das Equipment: Ersatzteile, Werkzeugkiste, Kabel, Bohrmaschine und vieles mehr hat das Boxenteam von Isert Motorsport eingepackt. Es fliegt vom 7. bis 14. Januar nach Dubai zum Autodrome, einer der modernsten Rennstrecken der Welt. Der Container mit seiner PS-starken Ladung ist bereits unterwegs, in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam wird er auf ein Cargoschiff verladen. "Wir haben unseren Rennaufleger komplett ausgeräumt", berichtet der 29-jährige Kfz-Mechatroniker Andreas Pinhart aus Mainroth. In Dubai findet das erste Rennen der internationalen Creventic-Serie für LMP3-Prototypen statt. Die Besonderheit: Aufgrund der brennenden Wüstensonne haben die Veranstalter aus dem Langstreckenrennen ein 3x3-Stunden-Rennen gemacht. Die Hitze wird trotzdem eine Herausforderung für die niederländischen Fahrer Peter Kox und Nico Pronk, der das Unternehmen sponsert. "Da hat es leicht 60 bis 70 Grad im Auto", sagt Pinhart. Ihm zufolge macht der allgegenwärtige Sand die Strecke rutschig und frisst sich in Getriebe und Achsen. Pinhart kennt sich aus, bereits dreimal hat er bei Rennen in den Vereinigten Arabischen Emiraten gearbeitet, allerdings nicht für Isert Motorsport, sondern im Raceteam von Reiter Engineering in Traunstein.