Coburg – Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, CSU, erwartet, dass die Regierung von Oberfranken das Planfeststellungsverfahren für die 380-kV-Leitung in diesen Tagen abschließt.

Aigner hofft, „dass wir jetzt schnell mit dem Bau der ,Thüringer Strombrücke‘ beginnen können, weil wir diese für die Kompensation der beiden Atomkraftwerke Grundremmingen und Grafenrheinfeld benötigen“. Das AKW Grafenrheinfeld wird heuer abgeschaltet, der letzte Block des Kernkraftwerks Gundremmingen im Jahr 2021.

Das Interview, das Wolfgang Braunschmidt und Volker Friedrich mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner geführt haben, erscheint in der Neuen Presse vom Mittwoch, 21. Januar. Darin nimmt die Ministerin auch zur geplanten HGÜ-Gleichstromleitung zwischen Sachsen-Anhalt und Bayern Stellung, die im Freistaat zu einem Proteststurm geführt hat.

Außerdem legt Ilse Aigner in dem Interview ein Bekenntnis zur Verstromung von Biogas ab. Landwirte in der Region haben in diese Technologie in den vergangenen Jahren Millionen von Euro investiert. Allerdings ist die Technik in Kritik geraten, weil sie beispielsweise zu einem verstärkten Anbau von Energiegetreide führt. Eine Folge soll die Wildschweinplage in Bayern sein.