Coburg. - Den Tag vergisst Bürgermeister Thomas Nowak nie: "Es war der 6. Juli 2007": In der Spielbank von Bad Kissingen erlitt Nowak einen massiven Hinterwandinfarkt. Sein Glück: "Es hingen dort überall Defibrillatoren herum", Schockgeber also, die durch gezielte Stromstöße das Herz wieder zum Schlagen bringen. "Das war mein persönlicher Jackpott", sagt der heute 46-jährige. Anzeichen für eine Vorerkrankung hatte er nicht, es gab keine Hinweise, dass bei dem damals 38-jährigen ein Herzinfarkt bevorstand. Am Nachmittag arbeitete Nowak im Garten, grub einen großen Busch aus. "Danach hat mir der Rücken und der Fuß weh getan, ich habe die Anzeichen für einen Infarkt nicht ernst genommen und auf die körperliche Arbeit geschoben", erinnert er sich. Nach dem Infarkt liegt er vier Wochen im künstlichen Koma, ehe die Ärzte ihn nach und nach zurück ins Leben holen. "Man sagte mir, ich hätte das nicht überlebt, wenn nicht minutenschnelle Hilfe da gewesen wäre", so Nowak. Bis heute feiert er den 6. Juli als seinen zweiten Geburtstag und wird in Kürze an einer Schulung zur Bedienung von Defibrillatoren teilnehmen.