Coburg - Als 1618 böhmische Adelige die kaiserlichen Statthalter aus dem Fenster der Prager Burg warfen - das Datum markiert den Beginn des Dreißigjährigen Krieges -, blieb es im Coburger Land zunächst ruhig. Truppendurchzüge versetzten das in der Mitte des Reiches und an einer wichtigen Handelsstraße gelegene Gebiet, dessen Landesherr Herzog Johann Casimir von Sachsen-Coburg zunächst neutral bleiben konnte, seit 1625 in Angst und Schrecken. Ob verbündete oder feindliche Soldaten und Söldner machte für die Bevölkerung meist keinen Unterschied. "Ein Truppendurchzug kam gleich nach Tornado und Überschwemmung", so Dr. Alfred Geibig, Experte für historische Waffen in den Kunstsammlungen der Veste Coburg.
Coburg Coburger Land "jämmerlich ruiniert"
Cornelia Stegner 25.06.2018 - 21:42 Uhr