Coburg Datenklau und E-Bay-Betrug

Martin Fleischmann
Passwörter sollten regelmäßig gewechselt werden, rät die Polizei. Foto: picture alliance / Monika Skolimowska/

Im Internet sind nicht nur rechtschaffene Bürger unterwegs. Immer wieder beschäftigen Kriminelle die Polizei. Wie hat sich die Lage während der Pandemie verändert?

 
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Coburg - Wer Ware im Internet bestellt und vorab bezahlt, muss mit Betrug rechnen. Markenkleidung, Elektrogeräte, Werkzeug, Spielsachen: Mitunter warten Kunden vergebens. Aber das ist nur eine Facette der Computerkriminalität, wie Julia Fug vom Polizeipräsidium Oberfranken aufzeigt. Ebenfalls Fälle für die Kriminalpolizei im Raum Coburg: Forderungen von Firmen aufgrund angeblich bestellter Ware. Hier kommt es zum Teil zu Abbuchungen auf dem Konto der Geschädigten oder zu einem Mahnungsschreiben der Firma, bei der bestellt wurde. Die Täter haben zuvor die Daten ausgespäht oder ausgespähte Daten gekauft. Aber es werden auch widerrechtlich Konten auf fremde Namen eröffnet und anschließend Waren bestellt. Betroffene erhalten dann Rechnungen oder Mahnungen. Ein weiteres Delikt ist die Datenveränderung: Hier werden die Zugangsdaten von Geschädigten bei verschiedenen sozialen Netzwerken wie Amazon oder E-Bay verändert. Der Täter hat zuvor die Daten ausgespäht oder ausgespähte gekauft. Es handelt es sich in den meisten Fällen um Vorbereitungshandlungen für einen Betrug.

Obwohl die Menschen coronabedingt ihre Computer verstärkt nutzen, ist die Kriminalität aber offenbar nicht angestiegen. „Die Tendenz für die registrierten Gesamtfallzahlen sowohl im Bereich des Polizeipräsidiums Oberfranken als auch im Bereich Coburg ist eher rückläufig“, erklärt die Polizeipressesprecherin. Aufgrund verschiedener Auswertungsfaktoren könne aber keine pauschale Aussage getroffen werden.

Um sich zu schützen, rät das Polizeipräsidium Oberfranken den Computernutzern:

• Verwenden Sie stets die aktuellste Version des Betriebssystems und aller Programme und installieren Sie zeitnah alle verfügbaren Updates.

• Eine Firewall und ein Virenschutz-Programm sind für einen PC beim Surfen im Internet unbedingt notwendig.

• Nutzen Sie wirklich sichere Passwörter. Ein sicheres Passwort ist mindestens zwölf Zeichen lang. Es sollte aus Groß- und Kleinbuchstaben in Kombination mit Zahlen und Sonderzeichen bestehen und auf den ersten Blick keinen persönlichen Bezug zu Ihnen haben.

• Verwenden Sie nie dasselbe Passwort für mehrere Anwendungen und ändern Sie die Passwörter in regelmäßigen Abständen.

• Bewahren Sie die Passwörter sicher und getrennt vom PC auf und geben Sie sie nicht an andere Personen weiter.

• Öffnen Sie niemals ungeprüft Dateianhänge und überlegen Sie stets, welchen Link sie anklicken.

 

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