Suhl - "Kommt die D-Mark, bleiben wir, kommt sie nicht, geh'n wir zu ihr", hieß nach der friedlichen Revolution in der DDR 1989/1990 die unmissverständliche Forderung auf den Straßen und an den Stammtischen. Auch was den Wechselkurs Ost- in Westmark anging, gab es knallharte Vorstellungen: "Eins zu eins, oder wir werden niemals eins." Entgegen dem Rat vieler Fachleute beugte sich die Politik dem Druck. Bereits am 1. Juli 1990 kam die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion und mit ihr die D-Mark in die Portemonnaies der DDR-Bürger.