Coburg - Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) will die Regelungen zur Bezahlung von Geburtshilfe durch Beleghebammen verändern. Sie sollen nur noch für eine Eins-zu-eins-Betreuung bezahlt werden. Beleghebammen sind freiberufliche Hebammen, die an Kliniken mitarbeiten. Die geplante Änderung würde bedeuten, dass eine Hebamme, die im Schichtdienst einer Klinik mehr als zwei Frauen betreuen muss, weil dringende Fälle eintreffen, diese Leistungen nicht mehr abrechnen dürfte. "Das heißt, kommt noch eine Frau, dann müsste ich sie wegschicken", kritisiert Dagmar Murmann-Patzek, freiberufliche Hebamme in Coburg und Beleghebamme im Sonneberger Klinikum. Oder sie müsste ihre Leistungen der Frau in Rechnung stellen.
Coburg Die nächste Krise im Kreißsaal
Christiane Schult 25.04.2017 - 16:21 Uhr