Coburg - Gaben sich in Streufdorf zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges die Hexen ein Stelldichein? Unterhielt der Teufel hier ein Anwerbungsbüro? Die Mahr (Margarethe) Füßlerin jedenfalls gesteht 1628 unter der Folter, "der böse geist seye in ihrer Jugendt, als sie kaum 15 Jahr alt gewesen, in eines knechts gestalt (zu ihr) kommen". Und die Barbara Kilianin, wird "umb ihrer begangenen Zauberey und Missethat" willen mit "dem feuer vom leben zum Todt" gebracht. Zwei Fälle von einem Dutzend. Allein in den Jahren 1628/29 gibt es in Streufdorf (heute Straufhain im Landkreis Hildburghausen) zwölf Verfahren gegen Frauen, die der Hexerei verdächtigt wurden. Gab es damals in Streufdorf, fragt man sich, überhaupt noch ein Haus, in dem keine Hexe aufgespürt wurde?
Coburg Ein ganzes Dorf steht unter Hexerei-Verdacht
Von Friedrich Rauer 31.03.2012 - 00:00 Uhr