Coburg - In seiner Rede am Volkstrauertag wies Oberbürgermeister Norbert Kastner auf dem Friedhof auf den 20. Jahrestag des Mauerfalls vom 9. November 1989 hin; er erinnerte aber im gleichen Atemzug auch an den Jahrestag der Reichspogromnacht vom 9. November 1938. Zwischen beiden Ereignissen lägen 51 Jahre. "Eine kurze Zeit, wenn man weiß, wie langsam Entwicklungen brauchen können", sagte Kastner, "eine lange Zeit, wenn wir an all die Schicksale denken, die in diesen 51 Jahren Krieg, Verfolgung und Vertreibung, Hass und Trennung erdulden mussten." Deutschland und Europa dürften stolz darauf sein, aus der Geschichte gelernt zu haben. Der Oberbürgermeister warb ebenso für Aufmerksamkeit für die aktuellen Krisenregionen unseres Planeten, das geteilte Korea, den Krieg in Afghanistan, oder die Stammeskämpfe im Sudan etwa. "Es ist der Volkstrauertag, der uns immer wieder deutlich macht, wie hoch der Wert dessen ist, was wir zu bewahren haben", fuhr Norbert Kastner fort. "Es ist der Tag, der uns klar und schonungslos vor Augen führt, was die Alternative zu Frieden ist."
Coburg "Ein Zeichen für Zivilcourage setzen"
Redaktion 16.11.2009 - 00:00 Uhr