Coburg engagiert sich Vorreiter für Familienpolitik

Mit mehr als 90 Partnern setzt sich das Bündnis „Coburg – Die Familienstadt“ aktiv für Familien ein. Der Austausch beim Bündnisdialog zeigte, wie wichtig Vernetzung und Weiterentwicklung sind.

Beim Bündnisdialog standen Themen wie Kinderbetreuung und Zeitautonomie für Familien im Fokus. Coburg zeigte, wie lokale Bündnisse erfolgreich dazu beitragen können. Foto: privat

Das Bündnis „Coburg – Die Familienstadt“, angesiedelt in der Stabsstelle Demografie, Bildung und Familie der Stadt Coburg, nahm am diesjährigen Bündnisdialog der Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“ im Palais der Kulturbrauerei in Berlin teil.

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Zum Auftakt begrüßte Bundesfamilienministerin Lisa Paus die Teilnehmenden und würdigte die wertvolle Arbeit der Lokalen Bündnisse. Silke Borgstedt, Geschäftsführerin des Markt- und Sozialforschungsinstituts Sinus, beleuchtete in einem Vortrag die Wünsche und Bedarfe von Familien der Zukunft. Der anschließende Austausch zwischen den Bündnissen und dem Bundesfamilienministerium bot Gelegenheit, praxisnahe Erfahrungen zu teilen und aktuelle Herausforderungen zu diskutieren.

Zentrale Themen des Dialogs waren die Förderung von Zeitautonomie für Familien in belastenden Lebensphasen, die Integration aktiver Vaterschaft in Unternehmensstrukturen, der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung sowie die Verbesserung der finanziellen Sicherheit für Familien.

Bianca Haischberger, Leiterin der Stabsstelle und Vertreterin des Coburger Bündnisses, hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor: „Der Austausch beim Bündnisdialog 2024 hat gezeigt, wie wichtig eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Bündnisarbeit ist, um den sich wandelnden Bedürfnissen von Familien gerecht zu werden. Wir nehmen wertvolle Anregungen mit, insbesondere zur Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie zur Förderung eines familienfreundlichen Klimas in Unternehmen und Kommune.“

Seit seiner Gründung vor knapp 20 Jahren hat das Bündnis „Coburg – Die Familienstadt“ eine stabile Grundlage geschaffen, die nachhaltige Netzwerkarbeit ermöglicht und Familienfreundlichkeit in der Stadt sichtbar macht. Durch strategische Weiterentwicklung und Investitionen in Familienpolitik trägt das Bündnis zur Lebensqualität und Attraktivität Coburgs als Wohn- und Arbeitsort bei.

Mit dem Projekt „Familie ist mehr-wert!“ setzen die Lokalen Bündnisse neue Impulse, um die Lebens- und Arbeitsbedingungen für Familien deutschlandweit zu verbessern. Die Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium und anderen lokalen Bündnissen spielt dabei eine zentrale Rolle. Bianca Haischberger engagiert sich zudem im bundesweiten Mentoring-Programm der Bundesinitiative und unterstützt als erfahrene Bündniskoordinatorin andere Bündnisse beim Aufbau und Ausbau von Netzwerkstrukturen. Diese Expertise fließt in die Arbeit des Coburger Bündnisses ein und sichert dessen hohe Qualität. Das Bündnis vereint mehr als 90 Partner aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Unternehmen, die sich aktiv für bessere Lebensbedingungen von Familien einsetzen. Es fördert nicht nur klassische Familienstrukturen, sondern alle Formen des Zusammenlebens, in denen Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und den Alltag gemeinsam gestalten.

Dritter Bürgermeister Can Aydin, Vorsitzender des Bündnisses, würdigte die Arbeit und die Bedeutung des Bündnisses „Das Lokale Bündnis ‚Coburg – Die Familienstadt‘ ist ein zentraler Baustein unserer Strategie, Coburg als familienfreundlichen Wohn-, Lebens- und Arbeitsort zu gestalten. Unsere Bündnispartner zeigen mit ihrem Engagement, wie wichtig eine gute Vernetzung und die kontinuierliche Weiterentwicklung der Familienpolitik sind. Die Teilnahme am Bündnisdialog gibt uns wertvolle Impulse, um diese Arbeit auch in Zukunft erfolgreich fortzusetzen, während wir uns auf das 20-jährige Jubiläum im kommenden Jahr freuen.“ Durch die enge Zusammenarbeit von Stadtverwaltung, Wirtschaft und Bürgerschaft gestaltet das Bündnis Coburg als attraktiven Wohn-, Lebens- und Arbeitsort – ein Ansatz, der sich bewährt hat und nun durch den Bündnisdialog 2024 neue Impulse erhält.