Coburg - Mathias Eckardt, DGB-Regionsgeschäftsführer in Oberfranken, hat vor nicht allzu langer Zeit Riga besucht. Sein Weg führte ihn auch in das ehemalige Judenghetto der heutigen Hauptstadt Lettlands. Dort machte er eine schockierende Entdeckung: Er fand Namen und Adressen von Coburger Juden, die in der Nazi-Zeit nach Riga verschleppt und dort wenige Tage nach ihrer Ankunft erschossen worden waren. "Eine Familie lebte in der Straße, in de ich heute zu Hause bin. Sie wären meine Nachbarn gewesen", berichtete Eckardt am Mittwochnachmittag.