Coburg - Ob Wespenstich, entzündeter Hals oder akute Rückenschmerzen, wer Mittwochnachmittag oder am Wochenende einen Arzt braucht, der setzte sich noch vor zwei Jahren nicht selten in die Notaufnahme des Coburger Klinikums. Mit dem Ergebnis, dass die eigentlich für Notfälle eingerichtete Anlaufstelle kurz vor dem Kollaps stand. Lange Wartezeiten und Unverständnis bei vielen Patienten waren die Folge. "Damals erhielten wir einen Hilferuf des Oberarztes, weil man nicht mehr wusste, wie man dem Problem noch Herr werden konnte", erinnert sich Dr. Hans-Günther Kirchberg, der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbands. Für ihn und seine Kollegen war da schon lange klar, dass etwas passieren musste. "Denn auch wir hatten Probleme, unsere Bereitschaftsdienste überhaupt noch zu organisieren." Der Hausärztemangel war längst in der Region angekommen.