Neershof - Unzählige weiße Maden winden sich in der kleinen, runden Blechdose, die im Gras neben David Hein steht. Ohne zu zögern greift er hinein und spießt eine der Maden mit geübten Handgriffen an den Angelhaken. "Nein, eklig ist das nicht", meint er mit einem Lachen. David Hein ist 15 Jahre alt und jetzt im Sommer fast täglich am Angelsee in Neershof. An diesem Tag fischt er nach sogenannten Friedfischen, das sind zum Beispiel Karpfen, Braxen oder Rotaugen. Um sie anzulocken hat er unter anderem aus Maismehl, zerdrückten Vanillebisquits und Brotmehl ein Futter gemischt. Das füllt er in einen kleinen Korb, der oben an der Angelrute hängt. "Wenn ich sehe, dass das selbst gemischte Lockfutter funktioniert, ist das ein schönes Gefühl", sagt David Hein und wirft seine Angel 60 Meter über den See aus. Er fischt seit 6 Jahren. Sein größter Fang bisher war ein Graskarpfen mit 98 Zentimetern und 12 Kilo Gewicht, erzählt er. "So ein großer schmeckt nicht, außerdem sind Graskarpfen ganzjährig geschützt". Darum hat er dieses Prachtexemplar auch wieder schwimmen lassen.