Großwalbur - Mittwoch, 15 Uhr: Das Thermometer auf dem Hof der Familie Heilingloh in Großwalbur zeigt 37 Grad im Schatten. Kaum ein Lüftchen weht, dafür brennt die Sonne unbarmherzig. Die äußeren Bedingungen sind symptomatisch für die Situation, in der sich drei angehende Junglandwirte aus dem Coburger und Lichtenfelser Land - in der heißen Phase der praktischen Abschlussprüfung befinden. Seit Montag müssen insgesamt 39 Azubis aus dem westlichen Oberfranken auf fünf Höfen in den Landkreisen Coburg, Lichtenfels und Forchheim Aufgaben aus den Bereichen Tier- und Pflanzenproduktion meistern, bevor am kommenden Montag mit der schriftlichen Prüfung das Finale ansteht. "Das ist kein Angstschweiß, sondern kommt von der Affenhitze", schmunzelt Adrian Becker ob seines stark verschwitzten Shirts. Der 19-Jährige kommt aus Creidlitz und wird irgendwann den elterlichen Hof mit 90 Milchkühen und ebenso vielen Hektar Land übernehmen. "Mir macht die Arbeit mit Tieren und in der Natur großen Spaß. Du bist dein eigener Chef", begründet er seine Motivation, in die Fußstapfen des Vaters zu treten. Doch das ist noch Zukunftsmusik.