Coburg Gegen Lügen und Panikmache

Die Organisation "Health for future" zeigt auf dem Coburger Marktplatz Flagge. Ihre Kundgebung richtet sich vor allem gegen eine Partei.

Coburg - Falsche Informationen nicht unkommentiert im Raum stehen zu lassen - das hat sich die Organisation "Health for future" aufs Panier geschrieben. Am Samstag machte die Organisation mit einer Kundgebung auf dem Coburger Marktplatz auf ihre Ziele aufmerksam.

Dass man es für nötig hält, an die Öffentlichkeit zu gehen, Stellung zu nehmen und aufzuklären, ist nach den Worten von Johannes Wagner vor allem der AfD geschuldet, die seit Wochen den Coburger Marktplatz nutze, um Unwahrheiten zu streuen und die Menschen zu verunsichern. Am vergangenen Samstag waren die Aktivisten von "Health for future" unter sich.

Johannes Wagner, angehender Facharzt der Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Coburg, führte vor Augen, welchen pflegerischen Mehraufwand es mit sich bringt, Patienten mit einem Verdacht auf eine Corona-Infektion zu behandeln. "Unser Pflegesystem arbeitet bereits am Anschlag", betonte er und machte deutlich, dass es gelingen müsse, allein die Verdachtsfälle so gering wie möglich zu halten. Die Hygienevorschriften sieht er als einzig probates Mittel, um der Ausbreitung des Virus entgegenzuwirken.

Der AfD und Verschwörungstheoretikern warf er vor, gezielt Falschinformationen zu streuen, Ängste zu schüren und Panikmache voranzutreiben. "Die Aussagen der AfD entbehren jeder wissenschaftlichen Belegbarkeit", betonte Wagner. Der Arzt weiter: "Wenn bei der Demonstration in Berlin gegen das Maskenverbot verstoßen wird, gefährdet dies die dortigen Polizeibeamten. So etwas kann nicht hingenommen werden." Für den Mediziner gilt der Satz: "Gesunde Menschen für ein gesundes Klima." Den bis zu drei Dutzend Anwesenden führte er vor Augen, dass der heiße Sommer dazu geführt habe, dass in Deutschland 10 000 Menschen vorzeitig gestorben seien.

"Klimaschutz ist Menschenschutz", betonte Helena Lakemann bei der Kundgebung. Deutlich brachten die Protagonisten zum Ausdruck, dass die AfD dieses Thema nicht ernst nehme, ja sogar verharmlose. "Wir müssen aufpassen, dass die Menschen nicht durch falsche Informationen in die Irre geführt werden", wurde betont.

Formuliert wurde die Forderung, dass die Politik weitere Weichen für eine nachhaltige Energiepolitik stellt. Karl-Heinz Lippmann meinte abschließend, dass die fossilen Energieträger dort bleiben müssten, wo sie sind: in der Erde.

 
 

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