Coburg - Gerüststangen klappern, ein Winkelschleifer kreischt, monoton surrt der Motor eines Lastenaufzugs. Die Morizkirche ist im Moment wahrlich kein Ort der Ruhe und inneren Einkehr. In Coburgs größtem Gotteshaus geben gerade die Gerüstbauer den Ton an. Seit drei Wochen schon stecken die Männer tagtäglich Stange auf Stange, ziehen dazwischen Laufstege ein, umrunden Chorraum und Epitaph und füllen so immer weiter das Kirchenschiff mit metallenen Streben.