Coburg - Im Berliner Szeneviertel Kreuzberg war Vielfalt schon immer an der Tagesordnung. Die Bäume waren bunter, die Menschen offener und das ganze Leben ein wenig lockerer als im Rest der Republik. Und so wundert es nicht, dass genau in diesem Viertel, in dem die Uhren auch heute noch ein wenig anders ticken, eine kleine Revolution ihren Anfang nimmt: Eine Revolution, die das ureigenste Bedürfnis eines jeden Menschen in den Fokus nimmt: Die Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg beschloss kürzlich die Einführung von sogenannten Unisex-Toiletten. Das sind keine Toiletten für Männer und Frauen, sondern für jene, die sich (noch) keinem Geschlecht zuordnen wollen oder können. Endlich Gleichberechtigung für Mann, Frau und alles dazwischen, rufen die einen. Größter Polit-Irrsinn des Jahres, die anderen.