Haarbrücken - Es tschilpt im Klassenzimmer. Hat da jemand einen Vogel? In der Tat: Doch in einer Kiste tummeln sich nicht nur ein, sondern fünf, sechs Küken, sorgsam betreut von den Schülern und ihrer Förderlehrerin Carola Hebentanz. Die frisch geschlüpften Küken sind unter anderem Teil eines Projekts, mit dem sich die Grundschule Haarbrücken um die Auszeichnung "Umweltschule in Europa / Internationale Nachhaltigkeitsschule" bewirbt. 90 Schüler sind darin involviert. Die Schulen müssen dabei zwei Projekte zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten, diese dokumentieren und einer Jury vorlegen. "Doch es geht uns um mehr als um den bloßen Titel", erläutert Rektorin Gabriele Selch. "Wir wollen, dass unsere Schützlinge Verantwortung übernehmen für die Umwelt, diese regelrecht begreifen und sich für die Nachhaltigkeit einsetzen." So wurden beispielsweise bereits schon Experimente von Schnee, der brennt, und Seifenblasen, die gefrieren, durchgeführt. "Außerdem haben wir Mandalas aus Naturmaterialien geformt und sogar afrikanische Riesenschnecken durften in der Schule bestaunt werden", ergänzt Hebentanz.