Rödental - Der Anzug, den Werner Beinicke bei seiner Hochzeit im Mai 1947 trägt, ist geborgt. Ein schwarzer Anzug, von einem Kameraden aus dem Turnverein. "Vom besten Geräteturner", erinnert sich der 96-Jährige und schmunzelt bei dem Gedanken daran. Das Hochzeitskleid seiner Frau Lissi ist ebenfalls geliehen, in den ersten Nachkriegsjahren fällt die Feier im thüringischen Mühlhausen klein aus. "Eine bescheidene Sache", sagt Werner Beinicke.