Coburg Kulturpaten gesucht

Älteren Menschen fällt es oft schwer, alleine etwas zu unternehmen. Zwölf ehrenamtliche Helfer begleiten sie nun dabei.

Freuen sich über das neue Angebot für Senioren (von links): Liane Blietzsch vom AWO-Mehrgenerationenhaus, 3. Bürgermeister Can Aydin, Anke Hennig vom Büro Senioren und Ehrenamt, Holger Dietz, Leiter des Sozial- und Versicherungsamts, Nina Kötzel, ebenfalls vom AWO-Mehrgenerationenhaus, sowie Stefan Schneyer von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels. Foto: Stadt Coburg/Stadt Coburg

Kultur kennt kein Alter, jedoch wird es mit zunehmenden Lebensjahren und damit oft verbundenen gesundheitlichen Einschränkungen schwieriger, lieb gewonnene Gewohnheiten und die Teilhabe am kulturellen und gesellschaftlichen Leben aufrecht zu erhalten. Dies möchten nun zwölf ausgebildete Kulturpaten und -patinnen in der Stadt Coburg ändern. Sie begleiten künftig interessierte Senioren zu Kultur- und Alltagsveranstaltungen. Die Vermittlung der Kulturpatenschaften erfolgt über das Büro Senioren & Ehrenamt. Dort können sich interessierte Kulturgäste unter der Rufnummer 09561/892575 anmelden.

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Älteren Menschen bis hin zu Hochbetagten und Menschen mit Demenz soll es damit weiterhin ermöglicht werden, am kulturellen Leben teilzunehmen. Kultur ist dabei ein weit gefasster Begriff. Das kann das Fußballspiel am Wochenende genauso sein wie der Spaziergang im Park oder ganz klassisch der Besuch im Museum, im Theater oder im Konzerthaus. Die bevorzugten Unternehmungen sprechen Kulturpaten und Kulturgäste gemeinsam ab und entscheiden, wann und wo es hingehen soll. Alle Kulturpaten engagieren sich ehrenamtlich und spenden ihre Zeit. Die Kulturgäste übernehmen im Gegenzug die Kosten für Eintritt und Fahrt beim gemeinsamen Kulturbesuch. Durch regelmäßige Begleitungen entsteht schnell auch ein vertrautes Miteinander, das für beide Seiten eine Bereicherung ist.

Auf ihre künftigen Patenschaftsaufgaben wurden die Ehrenamtlichen im Rahmen einer Schulung, die von der Sparkasse Coburg-Lichtenfels und der Niederfüllbacher Landesstiftung gefördert wurde, durch Sabine Distler und Georg Weigl von der gerontologischen Organisation „Curatorium Altern gestalten“ vorbereitet. Dabei ging es um Grund- und Notfallwissen, Unfallverhütungsvorschriften, die verschiedensten Krankheitsbilder, um das Verhalten im öffentlichen Raum, die Organisation von Kulturbesuchen, einen Überblick zu den regionalen Kulturangeboten bis hin zu rechtlichen Aspekten. Auch die Teilnahme an einem Demenz-Partner-Kurs im Rahmen der Nationalen Demenzstrategie war Teil der Ausbildung. So ausgebildet erwarten die Kulturpaten nun ihre ersten Gäste.