Coburg - Ab dem kommenden Jahr kann es in Coburg wieder neue Stolpersteine - kleine Messingtafeln im Straßenpflaster vor Häusern aus denen die Nazis Menschen deportiert oder ermordet haben - geben. Bei drei Jastimmen hat der Kultur- und Schulsenat am Donnerstag einen Vorschlag abgelehnt, der das Projekt und jährliche Mittel der Stadt von 5000 Euro bis 2020 weiterhin aussetzen wollte. Bereits im Januar 2016 hatte der Senat beschlossen das Projekt "Stolpersteine gegen das Vergessen" bis 2018 auszusetzen. Als Gründe wurden damals fehlende personelle und finanzielle Ressourcen unter anderem wegen der Landesausstellung genannt. Für das nächste Jahr gebe es bereits einige Patenschafts-Anfragen für Gedenktafeln und die 5000 Euro seien im Haushalt angemeldet worden, erklärte Klaus Anderlik, Leiter Kultur- und Schulamt. Doch ein Hinweis vom Finanzreferat auf die Haushaltskonsolidierung und gebundene Mittel für das Projekt "Aufarbeitung der Coburger Geschichte" würden einen Wiedereinstieg in das Stolpersteine-Projekt schwierig machen, so Anderlik.