Coburg - Mit der Familie G. (Name der Redaktion bekannt) hat alles angefangen. Im Frühjahr 2011 sollen die chaldäischen Christen, die aus den Irak über Schweden nach Coburg gekommen sind, abgeschoben werden. "Wir hatten die Information, dass die drei innerhalb der nächsten 24 Stunden abgeholt werden würden", erinnert sich Professor Hans-Karl Kaufner. Er ist Mitglied in der Kirchenverwaltung von St. Augustin und sehr engagiert in der Arbeit mit Asylbewerbern. "Also mussten wir schnell handeln." Notdürftig werden in einem kirchlichen Gebäude Räume hergerichtet und dann die Familie aus der Asylbewerber-Unterkunft geholt, damit staatliche Stellen keinen Zugriff mehr haben. "Das war unser erster Fall von Kirchenasyl", sagt Kaufner.